Sachsens neuer Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) will mehr Rüstungsfirmen in den Freistaat holen. Das betreffe die Industrie genauso wie den Mittelstand und Start-ups, sagte er in seiner ersten Fachregierungserklärung im Landtag. «Es werden dreistellige Milliardenbeträge in die Sicherheit fließen. Sollen diese Gelder wirklich alle in den anderen Bundesländern investiert werden? Wollen wir das?»
«Natürlich kann man Rüstung kritisch sehen. Ich erinnere an die Reflexe, als der Rüstungskonzern Rheinmetall darüber nachdachte, eine Fabrik in Großenhain zu errichten», sagte Panter. Eine ähnliche Debatte um Rüstungsaufträge habe es in Mecklenburg-Vorpommern gegeben – mit einem anderen Ausgang. «Das Überleben der Werft in Wolgast war davon abhängig, ob man U-Boote oder andere Militärschiffe baut – und das passiert jetzt.»
Panter begrüßte es, dass der Rüstungskonzern KNDS den Standort des Schienenfahrzeugherstellers Alstom in Görlitz übernimmt. Damit würden gut bezahlte Industriearbeitsplätze erhalten bleiben. Das sei ein Segen und im Schulterschluss zwischen Unternehmen, Betriebsrat, IG Metall, der Stadt, dem Land und dem Bund gelungen.