Die Bundestagswahl 2025 steht vor der Tür, und Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen: eine schwächelnde Wirtschaft, steigende Staatsausgaben und eine Gesellschaft, die dringend Perspektiven braucht. Wirtschaftliche Kompetenz wird das zentrale Thema sein müssen, denn all die geplanten Vorhaben lassen sich nur durch einen wirtschaftlichen Aufschwung finanzieren. Mit Friedrich Merz hat die CDU einen Kanzlerkandidaten aufgestellt, der genau hier seine Stärke sieht.
Olaf Scholz dagegen will Merz in diesem Punkt angreifen. Der CDU-Kandidat, so Scholz, sei ein Vertreter der Finanzelite, der durch sein Engagement bei BlackRock dem Kapital näher stehe als den sozialen Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Doch diese Kritik droht ins Leere zu laufen. Mit Jörg Kukies hat Scholz selbst einen ehemaligen Goldman-Sachs-Manager zum Finanzminister gemacht – und damit eine Personalentscheidung getroffen, die den Angriff auf Merz nicht nur erschwert, sondern ihn regelrecht adelt.
Die Botschaft ist widersprüchlich: Scholz setzt mit Kukies auf wirtschaftliche Kompetenz und Finanz-Know-how, dieselben Eigenschaften, die er bei Merz zu diskreditieren versucht. Wenn Scholz jetzt mit dem mahnenden Finger auf Merz zeigt, bleibt die Frage: Zeigen nicht gleichzeitig drei Finger seiner eigenen Hand auf ihn selbst?