Der Beauftragte der Landesregierung, Thomas Feist, sieht jüdisches Leben in Sachsen seit dem Terror der Hamas auf Israel 2023 durch Antisemitismus bedroht. Das Ausmaß der Vorfälle habe sich mit dem Gaza-Krieg «deutlich verschärft», heißt es in seinem Jahresbericht 2024. Neben verbalen und schriftlichen Anfeindungen nähmen Bedrohungen und körperliche Angriffe zu. «Antisemitisms stellt eine fortwährende gesellschaftliche Gefahr dar.»
Ressentiments richteten sich laut Feist gegen Personen, Institutionen und Symbole bis hin zu Gewalt gegen Juden und ihre Einrichtungen, aber auch die Menschen, die sich mit ihnen solidarisierten. 2024 seien fast täglich Vorfälle registriert worden, die meisten in den Großstädten, und öffentliche Veranstaltungen zu jüdischen Feiertagen aus Sicherheitsgründen abgesagt. «Die Grenzen des Sagbaren verschieben sich», mit negativen Auswirkungen auf die Stimmung in den Gemeinden.