Zwei Jahre nach dem Neonazi-Überfall auf Leipzig-Connewitz hat die Staatsanwaltschaft gegen 100 Beschuldigte Anklage erhoben. Den Randalierern werde jeweils Landfriedensbruch im besonders schweren Fall vorgeworfen, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leipzig am Mittwoch mit. Um eine «praktisch durchführbare Prozessführung» sicherzustellen, seien jeweils zwei Verdächtige gemeinsam angeklagt worden.
Insgesamt seien 216 Personen namentlich bekannt, die sich am 11. Januar 2016 an den Krawallen in der Wolfgang-Heinze-Straße beteiligt hatten. Dabei waren die Fensterscheiben zahlreicher Geschäfte zertrümmert und Autos angezündet worden. Auch die Verfahren gegen die übrigen Beschuldigten stünden unmittelbar vor dem Abschluss, teilte die Staatsanwaltschaft mit. An dem Randale-Tag hatte in Leipzigs Innenstadt das fremdenfeindliche Bündnis Legida seinen Jahrestag zelebriert.
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