Die tschechische Regierung hat den Vorschlag für ein gesetzliches Handyverbot an Kindergärten, Grundschulen und unteren Klassen mehrjähriger Gymnasien gebilligt. Das teilte das Kabinett nach seiner Sitzung mit. Die geplante Änderung des Schulgesetzes sieht vor, die Nutzung von Mobiltelefonen und vergleichbaren elektronischen Geräten während des Unterrichts sowie weiterer schulischer Bildungsaktivitäten ab dem 1. September 2027 einzuschränken.
Der Vorschlag geht auf Premierminister Andrej Babiš und Bildungsminister Robert Plaga zurück. Nach den Plänen soll die Regelung vor allem den Schulalltag verändern und das Lernumfeld verbessern. Die Regierung erwartet, dass ein eingeschränkter Smartphone-Gebrauch die direkte Kommunikation zwischen Schülern stärkt und möglichen negativen Folgen eines übermäßigen Konsums digitaler Medien entgegenwirkt.
Der Einsatz digitaler Technik für Unterrichtszwecke soll durch das geplante Verbot nicht eingeschränkt werden. Auch Ausnahmen sind vorgesehen, etwa für Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen auf ein Mobiltelefon angewiesen sind.