Prag: Petřín-Standseilbahn fährt ab 22. September wieder
Nach rund zwei Jahren Unterbrechung nimmt die Petřín-Standseilbahn in Prag am 22. September wieder den Betrieb auf. Das teilten die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) mit. Die neuen Wagen der vierten Generation sollen künftig täglich im Zehn-Minuten-Takt zwischen Újezd und Petřín verkehren.
Der Probebetrieb mit Fahrgästen beginnt am Dienstag, 22. September, um 7 Uhr. Die ersten Fahrten starten zeitgleich an den Stationen Újezd und Petřín. Anschließend gilt der reguläre Fahrplan mit einer Verbindung alle zehn Minuten. Der tägliche Betrieb endet um 22.15 Uhr.
Eine Einzelfahrt kostet 100 tschechische Kronen. Beim Kauf über die App PID Lítačka werden 90 Kronen fällig. Langfristige Zeitkarten des Prager Verkehrsverbunds PID gelten auch weiterhin in der Standseilbahn.
Mit den neuen Fahrzeugen steigt die Kapazität. Während die Wagen der bisherigen dritten Generation bis zu 100 Fahrgäste aufnehmen konnten, bieten die neuen Wagen Platz für bis zu 120 Personen. Größere Glasflächen sollen zudem einen besseren Blick auf die Prager Umgebung ermöglichen.
Gefertigt wurden die Wagen von der österreichisch-schweizerischen Unternehmensgruppe Doppelmayr/Garaventa. Das Design stammt vom tschechischen Studio Anna Marešová Designers. Das Konzept verbindet moderne Technik und nachhaltige Ansätze mit einer visuellen Interaktion zwischen den beiden Wagen.
Die neue Petřín-Standseilbahn wurde bereits vor ihrer Inbetriebnahme mit dem German Design Award 2025 ausgezeichnet. Die Rückkehr erfolgt nahezu zwei Jahre nach der Stilllegung der bisherigen Wagen. Die Fahrzeuge der dritten Generation waren zuletzt am 13. September 2024 unterwegs.
Die Standseilbahn gehört zu den bekannten Wahrzeichen Prags und ist zugleich Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Sie verbindet den Bereich um Újezd mit dem Petřín-Hügel und wird sowohl von Einwohnern als auch von Besuchern der Parkanlagen genutzt.