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Das Filmfest feiert 20 Jahre deutsches Kino in Tschechien

Das Filmfest feiert 20 Jahre deutsches Kino in Tschechien
Das Filmfest feiert 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Das Festival zeigt rund 30 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Prag, Brünn, Olmütz und Ústí nad Labem. Zu den Jubiläumsveranstaltungen gehören Vorführungen von „Das Leben der Anderen“ und „Der Golem, wie er in die Welt kam“. Foto: Das Filmfest
Das Filmfest feiert sein 20-jähriges Bestehen und zeigt ab 15. Oktober rund 30 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in vier tschechischen Städten. Zum Jubiläum kehrt der Oscar-Gewinner „Das Leben der Anderen“ auf die Leinwand zurück. Ein Stummfilmklassiker wird mit Live-Chor aufgeführt.

Das Filmfest feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und bringt erneut deutschsprachige Filme in tschechische Kinos. Vom 15. Oktober bis 12. November werden in Prag, Brünn, Olmütz und Ústí nad Labem rund 30 Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt. Das teilten die Veranstalter Goethe-Institut Tschechien, Österreichisches Kulturforum Prag und Schweizer Botschaft in Tschechien mit.

Zum Jubiläum umfasst das Programm 20 aktuelle Filme sowie mehrere Klassiker der Filmgeschichte. Die Auswahl reicht von gesellschaftspolitischen Dramen und Thrillern über Komödien bis hin zu Dokumentarfilmen. Zahlreiche Vorführungen werden von Filmschaffenden persönlich begleitet.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Aufführung des Oscar-prämierten Dramas „Das Leben der Anderen“ am 18. Oktober im Prager Kino Světozor. Der Film von Florian Henckel von Donnersmarck eröffnete vor 20 Jahren die erste Ausgabe des Festivals. Am 19. Oktober folgt in der evangelischen Salvatorkirche der expressionistische Stummfilm „Der Golem, wie er in die Welt kam“ aus dem Jahr 1920. Die Vorführung wird von einem 30-köpfigen Chor aus Hamburg live begleitet.

Zu den aktuellen Produktionen gehört der politische Thriller „Staatsschutz“ von Faraz Shariat, der bei der diesjährigen Berlinale drei Auszeichnungen erhielt. Der Film erzählt von einer Staatsanwältin, die nach einem rassistischen Angriff ein rechtsextremes Netzwerk innerhalb staatlicher Institutionen aufdeckt.

Auch das Krankenhausdrama „Heldin“ der Schweizer Regisseurin Petra Volpe wird gezeigt. Der international ausgezeichnete Film begleitet eine Pflegefachfrau während einer belastenden Schicht auf einer personell unterbesetzten Station. Das Drama feiert beim Festival seine tschechische Premiere.

Mit „Gentle Monster“ von Marie Kreutzer, „Karla“ von Christina Tournatzés und „Everytime“ von Sandra Wollner stehen weitere preisgekrönte Produktionen auf dem Programm. Die Filme beschäftigen sich unter anderem mit familiären Konflikten, sexuellem Missbrauch sowie dem Umgang mit Verlust und Schuld.

Auch die deutsche Jugend- und Subkultur ist vertreten. Das Spielfilmdebüt „Wolves“ von Jonas Ulrich erzählt eine Liebesgeschichte in der Black-Metal-Szene. Der Graffiti-Film „Wholetrain“ von Florian Gaag kehrt 20 Jahre nach seiner Premiere in digital restaurierter Fassung auf die Leinwand zurück. Ergänzt wird das Programm durch Dokumentarfilme wie „Austroschwarz“, der sich mit Rassismus und Zugehörigkeit in Österreich auseinandersetzt. Zudem wird anlässlich des 80. Geburtstags der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek eine Neuverfilmung ihres Romans „Die Liebhaberinnen“ gezeigt. Für jüngere Besucher gibt es Animationsfilme und besondere Schulvorführungen.

Das Festival beginnt vom 15. bis 20. Oktober in den Prager Kinos Lucerna und Edison Filmhub. Anschließend gastiert es vom 26. bis 30. Oktober im Kino Art in Brünn, vom 3. bis 5. November im Konvikt in Olmütz und vom 7. bis 12. November im Kino Hraničář in Ústí nad Labem. 

Alle Filme werden in der Originalfassung mit tschechischen Untertiteln gezeigt. Hauptpartner des Festivals ist der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds. Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es unter www.dasfilmfest.cz.