Ein Gespräch der Meißner Bürgerjournalistin Ostara Jasmin Hennig, über Versteppung, Vertrauen—und die Frage, was verloren geht, wenn niemand mehr hinschaut.
Herr Mallek, Sie haben die Sächsische Zeitung nach vielen Jahrzehnten verlassen und sind ganz regulär in Rente gegangen. Warum haben Sie sich entschieden, die Füße nicht hochzulegen, sondern mit Meißen News noch einmal komplett neu durchzustarten—und spielten die Veränderungen im Verlagswesen dabei eine Rolle?
Ja, ganz sicher auch. Die Idee für Meißen News entstand aus der Beobachtung, dass insbesondere in ländlicheren Gebieten ein Mangel an lokal fokussierten Nachrichtenplattformen besteht. Die großen Regionalzeitungen ziehen sich wegen Personalmangels aus der Fläche, also vor allem aus den ländlichen Gebieten, zurück. Es fehlt ganz einfach an Informationen aus kleineren Orten. Wir sehen es als eine Aufgabe für uns, das zu ändern. Das Ziel ist, eine kostenlose Newsplattform für den Landkreis Meißen aufzubauen. Das machen wir gemeinsam mit DieSachsen.de.
