Die Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Strehla und ihre Ortsteile ist abgeschlossen. Mit der Abschlusspräsentation am Donnerstag liegt nun ein strategischer Wärmeplan vor, der der Kommune als zentrale Entscheidungsgrundlage für die künftige Wärmeversorgung dienen soll. Erarbeitet wurde das Konzept in den vergangenen zwölf Monaten durch SachsenEnergie und das Ingenieurbüro seecon. Ziel ist es, realistische Wege aufzuzeigen, wie Strehla langfristig klimaneutral heizen kann – also ohne fossile Energieträger. Das teilte der Kommunalversorger mit.
Als konkrete Ansatzpunkte nennt die Wärmeplanung eine potenzielle Erweiterung des Biogas-Nahwärmenetzes im Ortsteil Paußnitz sowie eine mögliche Wärmenetzversorgung im Innenstadtbereich von Strehla. Für eine Realisierung wären nach dem Abschluss der Planung jedoch weitere Schritte nötig: Die Stadt müsste mögliche Anschlussnehmer befragen, gegebenenfalls eine vertiefte technische Planung beauftragen und Betreiber- beziehungsweise Umsetzungspartner finden. Erst auf dieser Basis lässt sich klären, ob ein Netz in der Praxis wirtschaftlich tragfähig ist und wie eine Umsetzung zeitlich gestaffelt werden könnte.
Elbe als Energiequelle: Umweltwärme mit Flusswärmepumpen
Für den erneuerbaren Betrieb eines Wärmenetzes hebt der Wärmeplan ein großes lokales Potenzial hervor: die Elbe. Über Flusswärmepumpen könnte Umweltwärme nutzbar gemacht werden, um Gebäude klimafreundlich zu versorgen. Solche Lösungen gelten in vielen Kommunen als Baustein der Wärmewende, benötigen aber standortbezogene Prüfungen – etwa zu technischen Randbedingungen, Genehmigungen und Einbindung in ein passendes Netzkonzept.