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Wacker steigert Ergebnis trotz schwachem Marktumfeld

Wacker steigert Ergebnis trotz schwachem Marktumfeld
Symbolbild Wacker Chemie / pixabay klare82
Von: Meißen News
Sinkende Umsätze bremsen den Chemiekonzern, doch das Ergebnis legt kräftig zu. Kostendruck, Geopolitik und ein harter Sparkurs prägen das Quartal.

Die Wacker Chemie AG ist mit einem deutlichen Ergebnisplus ins Jahr 2026 gestartet. Trotz rückläufiger Umsätze verbesserte sich die Profitabilität spürbar. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass vor allem konsequente Kostensenkungen und vorgezogene Kundenbestellungen das erste Quartal geprägt hätten. Zum Konzern gehört das Werk in Nünchritz.

Der Umsatz des Münchner Konzerns lag in den Monaten Januar bis März bei 1,41 Milliarden Euro. Das entsprach einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, zugleich aber einem Plus von zwölf Prozent gegenüber dem schwachen vierten Quartal. Belastend wirkten insbesondere negative Wechselkurseffekte. Im Jahresvergleich verzeichneten die Chemiebereiche sowie das Polysilicium-Geschäft rückläufige Erlöse, während der Bereich Biosolutions zulegen konnte.

Deutlich besser entwickelte sich das operative Ergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 173 Millionen Euro und lag damit 45 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdoppelte sich das EBITDA. Die entsprechende Marge kletterte auf 12,3 Prozent, nach 8,1 Prozent ein Jahr zuvor. Als Hauptgründe nannte der Konzern niedrigere Betriebskosten sowie Bestellungen, die Kunden angesichts der Unsicherheit durch den Konflikt im Nahen Osten vorgezogen hätten.

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Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern drehte deutlich ins Plus. Mit 52 Millionen Euro lag es klar über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich erzielte Wacker einen Gewinn von 15 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust angefallen war. Nach Angaben des Unternehmens lagen Umsatz und Ergebnis damit über den durchschnittlichen Markterwartungen.

Vorstandschef Christian Hartel verwies auf erste Effekte des seit Oktober laufenden Kosten- und Strukturprogramms PACE. Das Programm sieht Einsparungen von mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr vor und ist mit einem Abbau von weltweit über 1.500 Stellen verbunden, vor allem in Deutschland. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

An der Prognose für das operative Ergebnis im Gesamtjahr hält Wacker fest. Das EBITDA erwartet der Konzern weiterhin in einer Spanne von 550 bis 700 Millionen Euro. Die Umsatzprognose wurde hingegen angehoben: Für 2026 rechnet Wacker nun mit einem Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Zugleich warnte das Unternehmen vor anhaltenden Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen, volatile Energiemärkte und eine weiterhin schwache Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen.

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