Die Wacker Chemie AG ist mit einem deutlichen Ergebnisplus ins Jahr 2026 gestartet. Trotz rückläufiger Umsätze verbesserte sich die Profitabilität spürbar. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass vor allem konsequente Kostensenkungen und vorgezogene Kundenbestellungen das erste Quartal geprägt hätten. Zum Konzern gehört das Werk in Nünchritz.
Der Umsatz des Münchner Konzerns lag in den Monaten Januar bis März bei 1,41 Milliarden Euro. Das entsprach einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, zugleich aber einem Plus von zwölf Prozent gegenüber dem schwachen vierten Quartal. Belastend wirkten insbesondere negative Wechselkurseffekte. Im Jahresvergleich verzeichneten die Chemiebereiche sowie das Polysilicium-Geschäft rückläufige Erlöse, während der Bereich Biosolutions zulegen konnte.
Deutlich besser entwickelte sich das operative Ergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 173 Millionen Euro und lag damit 45 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdoppelte sich das EBITDA. Die entsprechende Marge kletterte auf 12,3 Prozent, nach 8,1 Prozent ein Jahr zuvor. Als Hauptgründe nannte der Konzern niedrigere Betriebskosten sowie Bestellungen, die Kunden angesichts der Unsicherheit durch den Konflikt im Nahen Osten vorgezogen hätten.