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Tage des offenen Weinguts: 52 Betriebe laden ins Elbland ein

Tage des offenen Weinguts: 52 Betriebe laden ins Elbland ein
Die drei neuen Weinhoheiten sind auch dabei: Weinkönigin Luise Puhlmann sowie die beiden Weinprinzessinnen Jessica Löffner und Joséphine Sander. Foto: Weinbauverband Sachsen
Von: Meißen News
Im Elbland öffnen am letzten Augustwochenende 52 Weingüter und Winzer ihre Höfe, Keller und Weinberge. Besucher erleben seltene Einblicke, persönliche Begegnungen – und ein Jubiläum.

Im Elbland wird am letzten Augustwochenende gefeiert – und zwar dort, wo die Region am authentischsten ist: in den Weinbergen, Höfen und Kellern der sächsischen Winzerinnen und Winzer. Am 29. und 30. August laden insgesamt 52 Weingüter zu den Tagen des offenen Weinguts ein. Es ist eine der größten Veranstaltungen des sächsischen Weinjahres und eine Gelegenheit, die Menschen hinter den Weinen persönlich kennenzulernen.

Die Initiative Visit-Dresden–Elbland fasst es so zusammen: „Hier wächst nicht nur erstklassiger Wein, sondern auch echte Leidenschaft.“ Genau diese Leidenschaft wird an beiden Tagen sichtbar – in Führungen, Verkostungen, Gesprächen und kleinen Festen zwischen Meißen, Radebeul, Diesbar-Seußlitz und den Weinbergen entlang der Elbe.

Die Veranstaltung lebt davon, dass die Winzerinnen und Winzer ihre Türen weit öffnen. Besucher können durch historische Gutshöfe schlendern, in kühlen Kellern reifen Wein probieren oder direkt im Weinberg mit den Menschen ins Gespräch kommen, die die Reben das ganze Jahr über pflegen. Ob in den markanten Steillagen von Meißen, wo die Terrassen spektakulär über der Elbe stehen, oder in den traditionsreichen Höfen Radebeuls – jedes Weingut erzählt seine eigene Geschichte. Viele Betriebe bieten Führungen an, bei denen die Gäste erfahren, wie viel Handarbeit hinter einem sächsischen Wein steckt, wie die Reben gepflegt werden und welche Herausforderungen das „Cool Climate“ mit sich bringt.

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190 Jahre Sekttradition in Sachsen

Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Jubiläum „190 Jahre Sekttradition in Sachsen“. Mehrere Betriebe widmen sich diesem Thema mit speziellen Angeboten, Verkostungen und Einblicken in die Herstellung.

Sachsen gilt als eine der historischen Wiegen deutscher Sektkultur. Bereits im 19. Jahrhundert entstanden hier die ersten Manufakturen, die nach französischem Vorbild Schaumwein produzierten. Das Jubiläum ist daher nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Blick zurück auf eine Tradition, die die Region bis heute prägt.

Die Tage des offenen Weinguts sind längst mehr als eine Verkostungsveranstaltung. Viele Betriebe bieten Wanderungen durch die Weinberge an, kleine Konzerte, regionale Küche oder thematische Führungen. Die Gäste können erleben, wie Weinbau im Elbland funktioniert – vom Rebschnitt im Winter über die Laubarbeit im Sommer bis zur Lese im Herbst.

Für viele Besucher ist es gerade diese Nähe, die den Reiz ausmacht: Man steht mit dem Glas in der Hand zwischen den Reben, hört die Winzerinnen und Winzer über ihre Arbeit sprechen und bekommt ein Gefühl dafür, wie eng Natur, Handwerk und Tradition miteinander verbunden sind.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Veranstalter betonen, dass die Tage des offenen Weinguts eine seltene Gelegenheit bieten, hinter die Kulissen zu schauen. Viele Betriebe öffnen Bereiche, die sonst nicht zugänglich sind – alte Fasskeller, Presshäuser, historische Gutsräume oder moderne Produktionsanlagen.

„Unsere Winzer und Winzerinnen freuen sich auf Ihren Besuch. Kommen Sie vorbei und schauen Sie hinter die Kulissen“, heißt es in der Einladung. Die Atmosphäre ist bewusst ungezwungen: Man kann verweilen, probieren, Fragen stellen und die Vielfalt der sächsischen Weinlandschaft entdecken.

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