Die Winzer von Schloss Wackerbarth haben in den ersten Maitagen 14.300 junge Rebstöcke auf einer Fläche von 3,5 Hektar auf der Seußlitzer Heinrichsburg gepflanzt. Das teilte das Weingut mit. Innerhalb von nur zwei Tagen setzte eine GPS-gesteuerte Pflanzmaschine insgesamt 12.000 Riesling- und 2.300 Scheurebe-Stöcke in den charakteristischen Löss-Lehmboden der Heinrichsburg – eine Arbeit, die früher mehrere Wochen in Anspruch genommen hätte. Moderne Technik macht es möglich, was Winzergenerationen vor ihnen in mühsamer Handarbeit leisteten.
Die neuen Rebstöcke sind eine langfristige Investition: Sie sollen bis ins Jahr 2060 beste Trauben für Sektgrundweine liefern. Doch bis dahin ist Geduld gefragt – und das ist im Weinbau eine Tugend. In den ersten drei Jahren steht der Aufbau eines robusten und gesunden Rebstocks im Vordergrund. Nur wer seiner Rebe Zeit lässt, kann später auf konstant hohe Qualität vertrauen. Erst im Weinjahr 2029 werden Wackerbarths Winzer die ersten Trauben der neu gepflanzten Stöcke ernten. Nach klassischer Flaschengärung in der Manufaktur in Radebeul gereift, perlen diese dann voraussichtlich erst im Jahr 2032 im Sektglas – ein Zeithorizont, der deutlich macht, wie sehr der Weinbau in Generationen denkt.