Die Riesaer können ordentlich arbeiten – aber auch zünftig feiern. Die heimischen Unternehmer ließen sich die gute Laune trotz bekannter Probleme nicht nehmen – beim 7. Wirtschaftsball in der Stadthalle „stern“ wurde gegessen und getanzt, gefachsimpelt und ein toller Abend genossen. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Einige der rund 150 Gäste plauderten mit Moderator Marco Branig über neue Projekte, wobei es keineswegs nur um wirtschaftliche Vorhaben ging. So warb der Verein „Elbland-Kunsthalle Muskator“ mit dem Vorsitzenden Dr. Steffen Klengel und dem aus Riesa stammenden Künstler Dominik Glöß für das ehemalige Muskator-Heizhaus an der Breiten Straße, das derzeit saniert wird. Hier will der Verein einen Kultur-Magneten für die Stadt installieren. Am 29. März wird die erste Ausstellung eröffnet, und mit Patrizia Casagranda, Preisträgerin der Biennale in Venedig, ist gleich ein großer Name vertreten. Die Pläne von Dr. Klengel und seinem Team reichen aber schon bis ins Jahr 2026.
Bei Dietmar Tietz wurde es wirklich „wirtschaftlich“: Sein Unternehmen WT Energiesysteme errichtet Umspannwerke für erneuerbare Energien und sorgt momentan doppelt für Aufsehen. WT bedient eine Zukunftsbranche. „Man kann verschiedene Meinungen dazu haben, aber die erneuerbaren Energien wird man nicht mehr abschaffen“, mahnte Tietz zu Realismus. Zweiter „Coup“ war der Erwerb der Namensrechte an der Riesaer Arena im Jahr 2023. „Die WT Arena wirkt weit über Riesa hinaus“, sagt Dietmar Tietz und meint den Werbeeffekt, aber auch die Wirkung des sportlich-künstlerischen Angebots, zu dem das Publikum oft von weither nach Riesa strömt. Akteure wie Klengel, Glöß und Tietz meinte auch Oberbürgermeister Marco Müller beispielhaft, wenn er davon sprach, dass ihn die Spaltung in der Gesellschaft immer wieder ärgere, es aber unverändert ein tolles Engagement vieler Riesaer für ihre Stadt gebe.