Wer mit dem Zug von Dresden nach Leipzig fährt, dem fallen die imposanten Anlagen und kilometerlangen Rohrleitungssysteme der Wacker Chemie AG am Nünchritzer Standort ins Auge. Wacker Nünchritz ist Sachsens größter Chemiebetrieb und stellt verschiedene Grundprodukte her, um Autos ressourcenschonender, Kühlschränke energieeffizienter, Feuerlöscher zuverlässiger und Photovoltaikanlagen leistungsfähiger zu machen. Der Freistaat Sachsen leistet als zweitgrößter Chemiestandort Ostdeutschlands mit seinen insgesamt 65 Unternehmen und ca. 8.000 Beschäftigten einen wichtigen Beitrag zur Resilienz Deutschlands und Europas. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.
Hohe Energiekosten und steigende Verwaltungsanforderungen stellen neben der allgemein schwierigen konjunkturellen Lage die Traditionsbranche jedoch unter großen Wettbewerbsdruck. Hinzu kommt das anspruchsvolle Ziel, die Prozesse so weit wie möglich zu defossilisieren. Am Montag hat sich Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, in Nünchritz zum Gespräch mit der Branche getroffen. Er tauschte sich mit Unternehmen und dem Verband der Chemischen Industrie zur Lage und zur Zukunft sowie zu etwaigen Unterstützungsmöglichkeiten für diese unerlässliche Grundstoffindustrie aus.