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Meißner Kändlerstraße ist jetzt ein Schulhof

Meißner Kändlerstraße ist jetzt ein Schulhof
Beim Banddurchschnitt (v.l.n.r.): Elternratsvorsitzende Astrid Winkler, Schulsprecher Iven Herzog, Schulleiterin Heike Zimmer, Oberbürgermeister Markus Renner. Foto: Stadtverwaltung Meißen
Von: Meißen News
Im Franziskaneum ist die frühere Straße nun offiziell ein Schulhof. Der zweite Bauabschnitt ist fertig.

Die frühere Kändlerstraße ist in Meißen nun vollständig in einen Schulhof für das Franziskaneum umgewandelt worden. Am Montag habe Oberbürgermeister Markus Renner gemeinsam mit Schulleiterin Heike Zimmer, Vertretern des Elternrates sowie Schülerinnen und Schülern den zweiten Bauabschnitt offiziell freigegeben, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Damit sei die Schulhoferweiterung pünktlich vor dem Schuljahresbeginn abgeschlossen.

Bereits 2025 wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt und im Frühjahr 2026 eröffnet worden. Schon während der Bauarbeiten am Haus C1 habe die Fläche provisorisch als Pausenzone gedient. Mit dem nun abgeschlossenen zweiten Abschnitt sei daraus ein dauerhaft angelegter, grüner Schulhof entstanden, der den Schulalltag ergänze und zugleich für die Nachbarschaft offenstehe. Renner bezeichnete das Vorhaben als Projekt mit Vorbildcharakter. Die Umwidmung der Kändlerstraße zur Freianlage sei nicht einfach gewesen, habe aber gezeigt, wie aus einer Straße ein Begegnungsort werden könne. Er dankte den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften des Franziskaneums für ihr Engagement und ihre Ideen.

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Auch die Schule berichtet von einer Nutzung über den Unterricht hinaus. Laut Schulleiterin Zimmer würden Grundschulkinder dort Skaten üben, Kitakinder mit ihren Eltern am Nachmittag die Bänke nutzen und Senioren sowie Hundehalter den Bereich ebenfalls annehmen. Der neue Hof soll damit nicht nur Pausenfläche sein, sondern auch ein Treffpunkt für den Stadtteil. Die Anlage bietet mehrere Aufenthalts- und Bewegungsmöglichkeiten. Helle Betonsitzbänke und überdachte Sitzplätze sollen zum Verweilen und Austauschen einladen. Eine runde Tischtennisplatte und eine Dip-Barren-Trainingsstation ergänzen das Angebot für Bewegung in den Pausen. Zudem seien zahlreiche Fahrradbügel und Papierkörbe aufgestellt worden.

Für mehr Grün sorgen neue Bäume und Blumen. Genannt werden Kirschbäume, Felsenbirnen und Tulpen. Auffällig sind zwei Winterlinden. Eine davon sei dem früheren Schulleiter Dietmar Liesch gewidmet, der als Pflanzenfreund gegolten habe. Für die zweite habe Zimmer die Patenschaft übernommen. Im zweiten Bauabschnitt kamen außerdem eine Calisthenics-Station sowie Abstellflächen für Mopeds und Fahrräder hinzu.

Finanziert wurde das Vorhaben in zwei Teilen. Für den ersten Bauabschnitt seien rund 340.000 Euro veranschlagt worden, 75 Prozent davon habe der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) getragen. Der zweite Bauabschnitt habe rund 214.000 Euro gekostet und sei von der Firma Straßenbau K. Riemer Inh. Jan Hausdorf e. K. umgesetzt worden. Zwei Drittel der förderfähigen Kosten seien aus der Städtebauförderung über das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ von Bund und Freistaat bezuschusst worden. Mit der Planung des Gesamtvorhabens sei das Büro Kretzschmar und Partner Freie Landschaftsarchitekten mbB beauftragt gewesen. Den zügigen Bau des ersten Abschnitts habe die Firma Saule Landschafts- und Sportplatzbau aus Dresden übernommen.

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