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Meißen zeigt Katastrophenschutz zum Anfassen

Meißen zeigt Katastrophenschutz zum Anfassen
Beölkerungsschutztag im neuen Kreiszentrum für Brand- und Katastrophenschutz in Glaubitz. Foto: Landratsamt Meißen
Wie hilft Bevölkerungsschutz im Ernstfall? In Glaubitz gibt es darauf am 26. September konkrete Antworten.

Auf nach Glaubitz. Am Samstag, 26. September, lädt der Landkreis Meißen von 12 bis 17 Uhr zum 2. Bevölkerungsschutztag ins Kreiszentrum für Brand- und Katastrophenschutz in der Industriestraße E8 in Glaubitz ein. Wie der Landkreis mitteilte, sind der Eintritt und alle Programmpunkte kostenfrei. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Krisenvorsorge, zur modernen Gefahrenabwehr und dazu, was bei einem großflächigen Stromausfall oder bei Hochwasser zu tun ist.

Auf mehr als 2.000 Quadratmetern präsentieren zahlreiche Akteure aus Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz ihre Technik, Fahrzeuge und Arbeitsweisen. Familien sollen laut Ankündigung ebenso angesprochen werden wie Erwachsene. Kinder können unter anderem mit einer Drehleiter fahren oder ein Foto mit dem Rettungshund „Retti“ machen. Erwachsene erhalten Informationen zur persönlichen Notfallvorsorge und zu krisensicherer Kommunikationstechnik.

Besucherinnen und Besucher sollen an interaktiven Wissensstationen spielerisch lernen, wie Gefahrenabwehr funktioniert. Projektkoordinatorin Maria Fischer sagte, im Forschungsprojekt KriKom-LK-MEI wolle man zeigen, wie Bevölkerungsschutz funktioniere und wie Menschen sich in Notlagen selbst helfen könnten. Ziel sei es, die Menschen im Landkreis Meißen zu motivieren, sich mit Bevölkerungsschutz und Eigenvorsorge zu beschäftigen.

Geplant sind auch Gespräche mit Einsatzkräften und Einblicke in das erst im vergangenen Jahr eröffnete Kreiszentrum. Arbeitsbereiche und Lagerflächen können vor Ort besichtigt werden. Zudem informiert das Projektteam über eine Mitmach-Sirene, an der Sirenenmythen aufgelöst und Warntöne getestet werden können. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Verbundprojekt KriKom-LK-MEI entwickelt nach eigenen Angaben ein ausfallsicheres Datenfunknetz für den Katastrophenschutz im Landkreis Meißen. Es soll die direkte Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren und der Bevölkerung auch bei extremen Schadenslagen und Stromausfällen über intelligente Sirenenstandorte, digitale schwarze Bretter und mobile Katastrophenschutz-Leuchttürme sicherstellen.

Wer sich für Einsatz- und Rettungstechnik interessiert oder einen Blick hinter die Kulissen von Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz werfen will, ist in Glaubitz richtig.