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Meißen lädt zum Kennenlernen jüdischen Lebens ein

Meißen lädt zum Kennenlernen jüdischen Lebens ein
Das mobile Begegnungszentrum unterwegs. Foto: Ariowitschhaus
Von: Meißen News
Das mobile jüdische Kultur- und Begegnungszentrum des Leipziger Ariowitsch-Hauses gastiert vom 14. bis 16. Juni in Meißen. Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit Stadtführungen, Konzerten, Theater, Lesungen und Bildungsangeboten rund um jüdisches Leben und jüdische Geschichte.

Im Rahmen des jüdischen Kulturjahres „Tacheles“ macht das mobile jüdische Kultur- und Begegnungszentrum des Leipziger Ariowitsch-Hauses vom 14. bis 16. Juni Station in Meißen. Das teilte die Stadt Meißen mit. Ziel des Projekts ist es, jüdische Perspektiven sichtbar zu machen, Begegnungen zu ermöglichen und Wissen über jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln.

Nach Stationen in Weißwasser und Wurzen ist Meißen die nächste Stadt, die Gastgeber des mobilen Kulturzentrums wird. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und richten sich sowohl an die Bevölkerung als auch gezielt an Schulen und Bildungseinrichtungen.

Zum Auftakt am Sonntag, 14. Juni, steht eine Stadtführung auf jüdischen Spuren durch Meißen auf dem Programm. Die Tour führt durch die Altstadt und beleuchtet die Geschichte jüdischen Lebens an verschiedenen historischen Orten. Am Abend folgt auf der Interkulturellen Bühne des Literaturfestes eine musikalische Lesung mit dem Autor Küf Kaufmann. Später lädt die Berliner Formation „Die Damen und Herren Daffke“ mit Liedern und Chansons der 1920er Jahre zu einer musikalischen Zeitreise ein.

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Am Montag stehen vor allem Bildungs- und Kulturangebote im Mittelpunkt. Neben pädagogischen Programmen für Schülerinnen und Schüler wird im Treff 25 das Figurentheaterstück „Die Katze von Kampen“ über die jüdische Tänzerin und Künstlerin Valeska Gert aufgeführt. Am Abend diskutieren die Verlegerin Nora Pester und die Dresdner Künstlerin Marion Kahnemann über jüdische Perspektiven in der DDR und während der Wendezeit.

Der Dienstag beginnt mit einer öffentlichen Führung zu den Stolpersteinen in Meißen. Dabei wird an ehemalige jüdische Bürgerinnen und Bürger erinnert, die während der NS-Zeit verfolgt und vertrieben wurden. Den Abschluss bildet ab 17 Uhr ein öffentliches Fest auf dem Theaterplatz. Bei koscherem Essen, Wein und Klezmer-Musik des Duos Rozhinkes soll gemeinsam gefeiert und der Austausch zwischen den Besuchern gefördert werden.


Stolpersteine für die Meißner Familie Heymann. (Foto: Stadt Meißen)

Parallel dazu finden an den beiden Werktagen verschiedene pädagogische Angebote statt. Dazu gehören unter anderem die interaktive Anne-Frank-Ausstellung „Wann bin ich Mensch?“ sowie virtuelle Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden. Die Veranstalter wollen damit insbesondere junge Menschen für die Themen Antisemitismus, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt sensibilisieren.

Das Projekt wird vom Ariowitsch-Haus e.V. organisiert und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

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