Eine Kolumne von Bürgerjournalisten Kurt Torsten Küllig
Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es in der Marina Lubmin künftig wieder frische Brötchen geben könnte. Bekommen habe ich bislang keine Brötchen und auch keine inhaltliche Antwort. Dafür erhielt ich eine Einführung in § 13 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes, § 10 des Informationsfreiheitsgesetzes und § 3a über die elektronische Kommunikation mit Behörden. Aber der Reihe nach.
Während einer Bootstour mit meiner Familie machten wir in der sehr schönen Marina Lubmin Station. Die Lage am Greifswalder Bodden ist reizvoll, die Marina ruhig, der Strand phantastisch. Nur die gastronomische Versorgung ließ zu wünschen übrig. Der nächste Bäcker liegt zu Fuß etwa eine Stunde entfernt.
Der Grund dafür lag buchstäblich im Wasser: Am 7. April 2026 war das Gastroschiff „MS Vaterland“ an seinem Liegeplatz gesunken. Ausgerechnet in dem Hafen, in dem die Nordstream-Leitungen ans Festland führen. Sinnbildlicher kann man die gegenwärtige Situation in unserem Land nicht beschreiben. Doch damit verlor die Marina nicht nur ihr gastronomisches Angebot, sondern musste nach eigenen Angaben auch langjährigen Mitarbeitern kündigen.
