Ein Bericht von Ulf Mallek
Der Kaffee dampft. Es gibt ein Stück selbstgebackenen Apfelkuchen. Serpina Bittner und Romy Leutert rühren in ihren Tassen. Es ist Kaffeezeit, und der Seniorenchor hat gerade seine Probe beendet. Heute kommen keine weiteren Gäste. Und das ist das generelle Problem.
Das „Ein Haus für Viele(s)“ in der Dresdner Straße 13 in Meißen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Partei Die Linke ist im Januar als zahlungskräftiger Mieter ausgezogen – nach rund 20 Jahren. Damit entfällt eine wichtige Mieteinnahme, sagt Serpina Bittner. Und das stimme sie traurig, denn die PDS/Die Linke war ja Mitgründer des Projektes und des Vereins. Die Idee dahinter ist, ein Haus der Begegnung für ganz Meißen zu entwickeln. Der Verein mit 15 Mitgliedern ist Eigentümer des Hauses, muss aber weiter Zinsen und Tilgung an die Bank sowie Betriebskosten zahlen. Serpina Bittner, Romy Leutert und zwei Helfer arbeiteten hier ehrenamtlich. Bittner arbeitete früher als Mitarbeiterin von Bundestagsabgeordneten Dr. André Hahn. Sie hat auch Geflüchtete in Deutsch unterrichtet.