In Meißen schlug einst das Herz der keramischen Industrie Europas. Um diesen besonderen Fakt erlebbar zu machen, hatten die Keramikexperten Dr. Ullrich Knüpfer und Dr. Reinhard Plüschke in Kooperation mit der Stadt Meißen bereits im Kultursommer 2024 eingeladen, entlang an Industriefassaden, sakraler Kunst und Wohnhäusern mehr darüber zu erfahren – auf einer spannenden Radtour abseits der touristischen Hauptrouten. Ab diesem Sommer geht die Radtour „Keramik zum Begreifen nah“ nun ins reguläre Führungsprogramm der Tourist-Info über und verspricht, eindrucksvolle Einblicke in eine Industrie, die unsere Stadt bis heute prägt, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.
„ Wer nicht weiß, woher er kommt, der weiß auch nicht, wohin er geht. Auf allen Stationen der Keramik-Tour wollen wir deshalb nicht nur den Gästen, sondern auch den Meißnerinnen und Meißnern Lust darauf machen, ihre Stadt neu zu entdecken“, sagen Dr. Reinhard Plüschke und Dr. Ullrich Knüpfer.
So berichteten die beiden Keramik-Enthusiasten zum Beispiel während des Stopps auf dem Alten Johannesfriedhof in Meißen-Cölln von besonderen Grabmalen einiger namhafter Keramikunternehmer und -künstler, deren Grabstätten teils mit kunstvollen Erzeugnissen der örtlichen Keramikwerke gestaltet wurden. Cölln war „Boomtown“ und inmitten der Stille des Friedhofs und im Erzählen der beiden Herren wird das lebendig. Wer mit den Ingenieuren ins Gespräch kommt, darf auch ins Staunen kommen. Dazu lädt die fast fünfstündige Tour – samt Radlerpause zum Stärken – ein.