Der aus dem Landkreis Meißen stammende AfD-Politiker Carsten Hütter hat sein Amt als Bundesschatzmeister der Partei verloren. Auf dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt wurde der bisherige Amtsinhaber von den Delegierten nicht erneut gewählt. Stattdessen setzte sich der Bundestagsabgeordnete Hannes Gnauck in einer Kampfabstimmung durch.
Für die Entscheidung waren insgesamt drei Wahlgänge erforderlich. Nachdem zunächst keiner der beiden Kandidaten die notwendige Mehrheit erreicht hatte, gewann Gnauck die entscheidende Abstimmung mit 51 Prozent der Stimmen. Der Riesaer Hütter erhielt 44,8 Prozent. Hütter hatte das Amt des Bundesschatzmeisters seit 2020 inne. In seiner Bewerbungsrede verwies er auf seine Erfahrung und die stabile Finanzlage der Partei. Sein Nachfolger Hannes Gnauck ist Bundestagsabgeordneter. Mit der Wahl Gnaucks setzte die AfD beim Bundesparteitag ihren Kurs personeller Veränderungen in der Parteispitze fort.
Der neue AfD-Bundesschatzmeister Hannes Gnauck war Vorsitzender der inzwischen aufgelösten Jugendorganisation Junge Alternative, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurde. Der Militärische Abschirmdienst führte Gnauck nach Medienberichten als Extremisten. Gnauck weist entsprechende Vorwürfe zurück.