Die CDU-Stadtratsfraktion Radebeul traf sich am Montag zu einer Klausur. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Bert Wendsche wurde die kommunale Haushaltssituation für die Jahre 2025 und 2026 intensiv erörtert, teilte die CDU am Mittwoch mit.
Eine der größten Herausforderungen auch für Radebeul ist der Demografiewandel. Prognosen zufolge wird das Arbeitskräftepotenzial der Stadt in den nächsten zehn Jahren um etwa ein Drittel sinken. Durch den hohen Gymnasialanteil verlassen junge Menschen Radebeul nach ihrem Schulabschluss häufig zum Studium. Anders als viele andere Gemeinden gelingt es jedoch, diese Lücke in der Altersgruppe zwischen 25 und 40 durch Zuzug wieder auszugleichen. Dies muss auch zukünftig im Fokus der Stadt stehen.
Ein weiteres zentrales Thema war die stagnierende Steuerkraft der Stadt. Während Sachsen früher in Ostdeutschland eine führende wirtschaftliche Position innehatte, wurde es mittlerweile von Brandenburg überholt und liegt nun gleichauf mit Sachsen-Anhalt. Der Aufholprozess ist in Sachsen mit nur rund zwei Drittel der gesamtdeutschen Steuerquote quasi zum Erliegen gekommen. Radebeul erreicht immerhin 80 Prozent und profitiert gerade aktuell von seiner breiten Streuung bei den gewerbesteuerzahlenden Betrieben. Größere Steigerungen des Steueraufkommens sind jedoch nicht zu erwarten. Es bleibt also künftig, voraussichtlich bereits ab 2026, deutlich weniger Spielraum für Investitionen.