Drohnen fliegen wieder über die Weinberge zwischen Radebeul und Meißen
Radebeul/Meißen. Wer in den kommenden Wochen in den Weinbergen zwischen Radebeul und Meißen unterwegs ist, sieht vielleicht Drohnen über den Hängen. Ab dem 26. Oktober lässt das Kreisvermessungsamt mehrere Steillagen in bestimmten Abschnitten befliegen, teilt das Landratsamt Meißen mit.
Die Drohnen sollen aktuelle Luftbilder und „hochpräzise Geodaten“ liefern. Sie dienen der Erfassung und Dokumentation der „historisch und landschaftlich bedeutsamen Weinbergsteillagen“. Nach Angaben des Landratsamts bilden die Daten „eine wichtige Grundlage für künftige Planungs- und Erhaltungsmaßnahmen in der Region“.
Feste Termine für die einzelnen Weinberge gibt es nicht. Das hängt vom Wetter und von möglichen kurzfristigen Flugeinschränkungen ab. Die Flüge werden deshalb flexibel über die kommenden Wochen verteilt.
Und die Privatsphäre? Geflogen werde nur im für die Dokumentation nötigen Umfang und nach den Regeln des Luftverkehrs- und Datenschutzrechts, so das Landratsamt. „Eine gezielte Erfassung personenbezogener Daten oder privater Lebensbereiche findet nicht statt.“ Angrenzende Wohngrundstücke sollen bei der Flugplanung so weit wie möglich ausgespart werden.
Um die Steillagen kümmern sich Land, Landkreis und Winzer seit einiger Zeit gemeinsam. Rund 55 Prozent der sächsischen Rebfläche liegen in Steillagen, der weitaus größte Teil davon im Landkreis Meißen. Mit dem ILEK Weinland Sachsen gibt es einen Plan, wie die Terrassen mit ihren Trockenmauern erhalten werden sollen. Anja Portsch, Leiterin des Kreisvermessungsamts, war bei der Anerkennung auf Schloss Wackerbarth dabei.
Fragen zur Befliegung beantwortet Frau Portsch vom Kreisvermessungsamt unter Telefon 03521 725-2101 oder per E-Mail an kreisvermessungsamt@kreis-meissen.de. Zur technischen Durchführung und zur zeitlichen Planung geben die Drohnenführer unter Telefon 03521 725-2199 Auskunft.