Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Meißen News

Döbeln schützt sich weiter vor Hochwasser

Döbeln schützt sich weiter vor Hochwasser
Symbolbild Hochwasserschutz / pixabay Hans
Von: Meißen News
Ein weiterer Abschnitt ist fertiggestellt. Doch bis zum vollständigen Schutz dauert es noch Jahre.

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat einen weiteren Bauabschnitt der Hochwasserschutzanlage in Döbeln abgeschlossen. Zwischen Thielestraße und Verteilerwehr entstand seit Frühjahr 2025 am linken Ufer der Freiberger Mulde eine rund 180 Meter lange Schutzwand, teilte die Behörde am Freitag mit.

Die neue Konstruktion besteht aus mehreren technischen Elementen: Sie wurde abschnittsweise aus Großbohrpfählen aus Stahlbeton, einer Stahlspundwand sowie einer Stahlbetonwand mit Mikrobohrpfählen errichtet. Ziel ist es, die Stadt bei künftigen Hochwasserereignissen besser zu sichern. Noch im Laufe des Sommers soll der nächste Bauabschnitt starten. Dieser betrifft den Bereich zwischen der Brücke Schillerstraße und der Oberbrücke. Die sogenannte Wappenhenschanlage ist Teil eines umfangreichen Hochwasserschutzsystems für Döbeln, das bis 2028 in drei Bauabschnitten umgesetzt wird. Die Kosten für dieses Teilprojekt liegen bei rund 10 Millionen Euro. Finanziert wird es durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch Steuergelder auf Basis des Haushaltsbeschlusses des Sächsischen Landtages.

Mehr aus dieser Kategorie

Bereits am 30. August, war der Bau der Anlage mit einem ersten Abschnitt an der Sörmitzer Straße vor dem Döbelner Klinikum gestartet worden. Das Projekt gilt im Rahmen des EU-Förderprogramms EFRE/JTF für Sachsen 2021 bis 2027 als Vorhaben von strategischer Bedeutung.

Die Arbeiten sind Teil eines deutlich größeren Gesamtprojekts: Seit 2009 wird in Döbeln an einer umfassenden Hochwasserschutzanlage gebaut. Insgesamt umfasst diese 21 Bauabschnitte und soll voraussichtlich 2029 abgeschlossen sein. Bund, Freistaat Sachsen und die EU investieren dafür nach Angaben der Landestalsperrenverwaltung rund 95 Millionen Euro.

Meißen News
Artikel von

Meißen News

Meißen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media