Ein Porträt von Matthias Lienert
Nach der freundlichen Begrüßung der 16- bis 17-jährigen Spieler, von denen er viele seit elf Jahren kennt, beginnt das strukturierte Training. Er formuliert klar und knapp, setzt Schwerpunkte. Seine Stimme ist ruhig, dabei bestimmt. Er wirkt souverän, motiviert die Jungs: „Denkt an das nächste Spiel am Sonnabend gegen Leipzig. Die kämpfen gegen den Abstieg, sind dabei höchst motiviert und dabei gefährlich. Die werden mit Feuer und Flamme voll dabei sein. Denkt an das Spiel aus der Tiefe, an die Laufbereitschaft, nehmt euch Mittelfeldspieler Vitinha von Paris Saint-Germain zum Vorbild. Wie der müsst ihr Räume öffnen.“
Ein kurzer Austausch mit dem Co-Trainer. Sie verstehen sich ohne große Worte. Klare Ansage zur Mannschaft. Richter beobachtet genau, lobt oder korrigiert die Übungen, wie das schnelle Dribbeln mit dem Ball um die Pylonen, die Kunst der Annahmen und Abgaben des Balls und die Schüsse aufs Tor. Ebenso kommen Konditions- und Fitnessübungen nicht zu kurz. Der Co-Trainer überwacht die Übungen, fordert auch hier Leistungsbereitschaft. Neunzig Minuten konzentriertes Training. Dreimal die Woche und dazu oft anstrengende Auswärtsspiele.