Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Meißen News

Ausstellung zeigt jüdische Geschichte in Meißen

Ausstellung zeigt jüdische Geschichte in Meißen
Bürgermeister Sebastian Schöne im Gespräch mit Kuratorin Christiane Donath. Foto: Stadt Meißen
Von: Meißen News
Ab dem 5. Juli zeigt die Frauenkirche Meißen die Ausstellung „Jüdisches Meißen". Die Schau spürt fast tausend Jahren jüdischem Leben in der Stadt nach – von mittelalterlichen Betpläusen bis zu den Stolpersteinen der Gegenwart.

In der Frauenkirche Meißen ist vom 5. Juli bis 5. Dezember die Ausstellung „Jüdisches Meißen" zu sehen. Das teilte die Stadtverwaltung Meißen mit. Die Ausstellung wurde von der Theologin und Archivwissenschaftlerin Christiane Donath und dem Kunsthistoriker Dr. Matthias Donath kuratiert und entstand als zentrales Projekt im Themenjahr TACHELES 2026 – dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen. Kooperationspartner sind das Zentrum für Kultur und Geschichte e. V., das Stadtmuseum Meißen und die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Afra Meißen.

Jüdisches Leben in Meißen lässt sich bis ins 10. und 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Das erste jüdische Bethaus findet urkundlich bereits 1180 Erwähnung. Anhand von hebräischen Grabsteinfragmenten, verstreuten Urkunden und topografischen Hinweisen zeigt die Ausstellung ein jahrhundertelanges Miteinander in der Stadt – und seine Unterbrechungen: Verfolgungen im Mittelalter und den Bruch durch das Novemberpogrom 1938. „Zu allen Zeiten und bis heute finden sich immer wieder Parallelen in der Entstehung von Antisemitismus – es beginnt mit Gerüchten, Behauptungen und Unwahrheiten. Deshalb ist und bleibt es relevant, dem entgegenzuwirken", erklärte Christiane Donath.

Mehr aus dieser Kategorie

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, dem 5. Juli, um 14 Uhr in der Frauenkirche statt. Als Auftakt lädt am Freitag, dem 3. Juli, ab 18 Uhr eine Stadtführung auf dem Theaterplatz auf die Spuren jüdischen Lebens ein. Am 4. und 5. Juli ist auf dem Markt und vor der Frauenkirche das internationale Straßentheaterstück „Arrived" mit Adrian Schvarzstein und Jurate Sirvyte-Rukstele zu erleben – ein bewegendes Stück über jüdische Familiengeschichte, ganz ohne Worte und mit Klezmer-Musik.

Am 2. August lädt ein besonderes Veranstaltungsformat zur Ausstellung ein: Die „Streifzüge" verbinden einen Rundgang durch die Ausstellung mit einem Spaziergang durch die Altstadt, gefolgt von einem Open-Air-Konzert mit dem Marimbaphonisten Alex Jacobowitz. Für Schulen stehen pädagogische Materialien zur Verfügung.

Meißen News
Artikel von

Meißen News

Meißen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media