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Leipziger Stadtrat beschließt Bebauungsplan für Gebiet am Kohlrabizirkus

Baubürgermeister Thomas Dienberg (Bündnis 90/ Die Grünen). Foto: Jan Kaefer
Baubürgermeister Thomas Dienberg (Bündnis 90/ Die Grünen). Foto: Jan Kaefer
Von: Leipziger Zeitung
Der Leipziger Stadtrat hat einen Bebauungsplan für das Gebiet am Kohlrabizirkus beschlossen. Geplant ist eine Erweiterung des Gewerbestandorts Alte Messe.

Der Leipziger Stadtrat hat einen Bebauungsplan für das Gebiet rund um den Kohlrabizirkus an der Semmelweisstraße beschlossen. Damit liegt erstmals ein verbindlicher Plan für die Entwicklung der bislang weitgehend ungenutzten Flächen in zentraler Lage vor. Das Gelände gehört teilweise der Stadt, die den Kohlrabizirkus 2021 zurückerworben hatte. Auch weitere Grundstückseigentümer in dem Bereich drängten bereits seit 2023 auf die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Grundlage der Planung sind Ergebnisse eines städtebaulichen Wettbewerbs aus dem Jahr 2023. Laut Stadtverwaltung waren mehrere Eigentümer in die Planung einbezogen. Ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion zielte darauf ab, zusätzliche Interessen eines einzelnen Grundstückseigentümers zu berücksichtigen. Nach Einschätzung der Verwaltung hätte eine solche Änderung jedoch das gesamte Verfahren erneut beginnen lassen. Der Antrag wurde schließlich im Stadtrat abgelehnt.

CDU-Stadträtin Sabine Heymann hatte zuvor darauf hingewiesen, dass dem betroffenen Flächeneigentümer durch den Beschluss des vorliegenden Plans möglicherweise Schadenersatzforderungen entstehen könnten. Bebauungspläne gelten jedoch grundsätzlich als kommunales Instrument zur Steuerung der Stadtentwicklung.

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Erweiterung des Gewerbestandorts Alte Messe geplant

Mit dem Bebauungsplan soll das Gewerbegebiet Alte Messe nach Westen bis zur S-Bahn-Trasse erweitert werden. Ziel ist die Entwicklung eines Innovations- und Technologiestandorts. Zugleich soll die Nutzung der Flächen genauer festgelegt und eine koordinierte technische sowie verkehrliche Erschließung ermöglicht werden, die bislang fehlt.

Neben Gewerbebauten sind auch neue Grünflächen vorgesehen. Außerdem sollen Flächen für eine übergeordnete Radwegeverbindung gesichert werden, die als Aktivachse Süd beziehungsweise Radschnellverbindung zwischen Markkleeberg und Leipzig geplant ist. Vorgesehen ist zudem eine bessere Anbindung der S-Bahn-Haltestelle MDR an den Kultur-, Sport- und Kreativbereich der ehemaligen Großmarkthallen.

Die Umsetzung der Planungen dürfte allerdings mit erheblichen Kosten verbunden sein. Für Grunderwerb, Verkehrserschließung und öffentliche Grünflächen werden insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro veranschlagt.

Der Bebauungsplan wurde mit 37 zu 26 Stimmen beschlossen. Eine Veränderungssperre für das Gebiet läuft 2026 aus, weshalb die Stadtverwaltung auf eine zeitnahe Entscheidung drängte. Der neue Plan trägt die Bezeichnung Nr. 451.1 „Semmelweisstraße/An den Tierkliniken, Teilbereich Nord“ und umfasst auch den alten Lokschuppen des Bayerischen Bahnhofs.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier auf L-IZ.de.

Leipziger Zeitung // Ralf Julke // unterstützt von KI

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