Torgau. Wer sorgt eigentlich für die, die sich um andere kümmern? Diese Frage steht im Zentrum eines Bildungswochenendes, zu dem das Care-Team des Leipziger Konzeptwerk Neue Ökonomie vom 7. bis 9. August nach Torgau einlädt. Unter dem Motto „Für Sorge! Queerfeministische Bewegungen stärken“ treffen sich feministisch und gewerkschaftlich Aktive drei Tage lang in der Volkshochschule Nordsachsen - mit dem erklärten Ziel, Care ins Zentrum der Wirtschaft zu rücken.
Stadt und Land zusammenbringen
Ein besonderes Anliegen der Veranstalter ist es, Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten an einen Tisch zu holen. „Unser Ziel ist es, Menschen aus dem städtischen und ländlichen Raum zusammenzubringen, Verbindungen zu knüpfen und neue Impulse für das eigene feministische Engagement mitzugeben“, sagt Chris Neuffer vom Care-Team des Konzeptwerk Neue Ökonomie. Im Blick haben die Organisator*innen dabei ausdrücklich den Aufbau intersektionaler, queer-feministischer Bündnisse in Sachsen.
Termin, Ort und Anmeldung
Das Bildungswochenende läuft von Freitag, 7. August, 14 Uhr, bis Sonntag, 9. August, 15 Uhr, in der Volkshochschule (VHS) Nordsachsen in Torgau. Die Teilnahme erfolgt nach Selbsteinschätzung auf Spendenbasis. Anmeldungen sind ab sofort über die Website des Konzeptwerks möglich; Fragen beantwortet das Team unter care@knoe.org.
Über das Konzeptwerk Neue Ökonomie: Der Leipziger Thinktank erarbeitet seit 2011 Konzepte für eine ökologische und sozial gerechte Wirtschaft. Seit 2023 produziert er den Podcast „Danke für Nichts“, der sich unter anderem mit feministischen Arbeitskämpfen in der Sorgearbeit befasst. In diesem Jahr organisierte das Konzeptwerk zudem die vierteilige Online-Workshopreihe „Wann treffen wir uns?“ mit Perspektiven von Beschäftigten aus der Care-Arbeit.