Kunstaktivistische Poster, Sticker, Stencils, Cut outs …
Beim Spazieren durch die Stadt sieht der ein oder andere nichts, weil er oder sie aufs Handy schauen. Ist der Akku leer, bleibt der Blick frei auf die kleinen oder großen politischen Botschaften auf Papier. Sie befinden sich an Elektrokästen, Wänden Straßenschildern, Zäunen oder an Haltestellen. In manchen Stadtteilen muss man sie suchen und in anderen springen sie einen optisch regelrecht an. Die Ausstellung (Un)Geduldiges Papier – Kunstaktivistische Poster, Sticker, Stencils, Cut Outs … beschäftigt sich schlaglichtartig mit einem urbanen Phänomen, dass als künstlerischer Widerstand, als kreativer Protest verstanden werden kann.
Umfangreicher thematisiert werden aktuelle politische Auseinandersetzungen über zivilisatorische Grundwerte, die unser Land momentan umtreiben. Auch mit Blick auf den Herbst 2016 werden dies in jedem Falle das Offenbarwerden des starken Rückhalts von Rechtspopulismus in der deutschen Bevölkerung, dessen mögliches Umschlagen in Rechtsextremismus und die Flüchtlingsbewegungen mitsamt ihren Folgen sein.
In die Ausstellung ist die neue mobile Siebdruckwerkstatt integriert. Dort kann man selber Plakate zu seinen wichtigen Themen entwerfen und drucken. Bei Kursen kann man lernen, wie es geht und jeden Sonnabend von 15 bis 18 Uhr auch unter Anleitung in der Motorenhalle drucken.