Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) wollen Schloss Hubertusburg (Nordsachsen) für vier Monate zu einem belebten Museum der Erinnerungen machen. Die Ausstellung «Vergissmeinnicht» versammelt in sechs Räumen persönliche Geschichten und Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Zudem sollen rund 80 Exponate aus SKD-Beständen sowie Leihgaben den Blick auf Bekanntes und Unbekanntes von Menschen richten, die dort wohnten, lebten oder das Areal besuchten.
Ihr sei wichtig, dass Menschen emotional berührt werden und auch miteinander über ihre Geschichte und Erinnerungen ins Gespräch kommen, sagte Kuratorin Tony Eva Hoyer der Deutschen Presse-Agentur. Die Schau solle zur Reflexion des Ortes anregen, fragmentarische Patientenakten, Fotografien oder Porzellanfiguren aus vergangener Zeit sowie Gegenwartskunst dazu inspirieren.
Dazu gehören ein Gipsabguss der Lebendmaske des sächsischen Barockfürsten August der Starke (1670-1733), Audios einer ehemaligen Psychiatrie-Chefärztin oder das Gemälde «Der Strom» von Neo Rauch und Arbeiten des Künstlers Félix González-Torres.