Besichtigungen, Ausstellungen und altes Handwerk: Am 9. Juni öffnen zahlreiche Mühlen in Sachsen für Besucher und drehen Flügel und Wasserräder. Die bundesweite Eröffnung des Deutschen Mühlentags wird in diesem Jahr im nordsächsischen Bad Düben mit einem ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Gäste können die Bockwindmühle und die Obermühle besichtigen - die Obermühle als historische Wassermühle wurde erstmals um 1500 erwähnt und gilt als die älteste ihrer Art in der Region. Neben Livemusik, Theateraufführungen sind dort verschiedene Schauwerkstätten mit Korbflechten, Spinnen, Klöppeln und Drechslerwerkstatt zu erleben.
Bundesweit sind es rund 600 Mühlen, die Pfingstmontag ihre Tore öffnen. Die restaurierten Mühlen seien nicht nur aus Sicht des Denkmalschutzes wichtig, sondern hätten auch als kultureller Mittelpunkt «eine enorme Wichtigkeit für den Ort», sagte Friedrich Rohlfing, Geschäftsführer der deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM). Die Mühlen veranstalteten mehrere Aktionstage im Jahr und lockten damit auch Touristen an. Ein Paradebeispiel sei für ihn etwa Bad Düben: Die restaurierte Obermühle sei «eine Augenweide ersten Grades», sagte Rohlfing.