Wegen Manipulationen bei der Kommunal- und der Landtagswahl 2024, versuchten Brandanschlägen auf eine künftige Asylbewerberunterkunft und weiteren Vergehen ist ein 45-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 3 Monaten verurteilt worden. Bei den Taten des Angeklagten handle es sich um einen «Streifzug durch die Strafbestände des Strafgesetzbuches», sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung am Landgericht Dresden.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann aus dem Dresdner Stadtteil Langebrück sowohl bei den Dresdner Stadtrats- und Ortschaftswahlen am 9. Juni als auch der sächsischen Landtagswahl am 1. September Stimmzettel aus Wahlbriefen zugunsten der rechtsextremen Kleinstpartei «Freie Sachsen» manipulierte. Er entnahm die Briefe vor den Wahlen aus verschiedenen Briefkästen mithilfe eines Schlüssels der Deutschen Post, an den er zuvor gelangt war.