Eine 38-Jährige ist bei Zittau Betrügern zum Opfer gefallen. Wie die Polizei am Freitagnachmittag mitteilte, war die Frau bei der Suche nach einem neuen Fahrzeug auf ein vermeintliches Autohaus gestoßen. Das Angebot wirkte offenbar seriös genug, um bei der Geschädigten Vertrauen zu wecken. Im weiteren Verlauf gab sie persönliche Daten preis und überwies vorab den Kaufpreis in Höhe von rund 41.000 Euro. Das bestellte Auto wurde jedoch nie ausgeliefert. Der Fall zeigt, wie professionell sich Täter im Internet oder über angebliche Händlerauftritte präsentieren können. Gerade beim Fahrzeugkauf im Netz raten Ermittler dazu, Anbieter sorgfältig zu prüfen, Kontaktdaten zu kontrollieren und keine hohen Summen im Voraus zu überweisen, wenn Zweifel an der Echtheit des Geschäfts bestehen. Auch fehlende Impressumsangaben, ungewöhnlicher Zahlungsdruck oder auffällig günstige Preise können auf einen Betrug hindeuten.
Der Revierkriminaldienst Zittau-Oberland hat die Ermittlungen aufgenommen. Gegen die bislang unbekannten Täter wird wegen Betrugs ermittelt. Ob und wie die Täter identifiziert werden können, ist derzeit offen. Für die Geschädigte bedeutet der Vorfall nicht nur einen erheblichen finanziellen Schaden, sondern auch einen aufwendigen Kampf um die möglichen Folgen des Täuschungsmanövers. Der Fall reiht sich in eine Vielzahl ähnlicher Betrugsdelikte ein, bei denen gefälschte Online-Angebote oder täuschend echte Verkaufsplattformen genutzt werden, um Käufer zu Geldüberweisungen zu bewegen.