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Sicherheit rund um den Urlaub: Die Polizei rät

Sicherheit rund um den Urlaub: Die Polizei rät
Symbolbild Wohnmobil / pixabay MemoryCatcher
Von: Uwe Tschirner
Die Ferienzeit ist da, doch mit der Vorfreude steigt auch das Risiko für Betrug, Diebstahl und Einbruch. Mit einigen einfachen Vorsichtsmaßnahmen können Urlauberinnen und Urlauber in den Landkreisen Görlitz und Bautzen entspannt verreisen.

Gute Planung schützt vor bösen Überraschungen

In Sachsen haben die Ferien begonnen, und viele Menschen aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz nutzen die Sommerwochen für eine Reise. Damit die Rückkehr nicht zum Schreckmoment wird, rät die Polizei zu aufmerksamem Verhalten – schon bei der Buchung, vor der Abreise und während des gesamten Urlaubs. Denn Diebe und Betrüger machen keine Pause.

Die Risiken sind vielfältig: gefälschte Buchungsportale, Einbrüche in leere Wohnungen, Diebstähle aus Fahrzeugen, Taschendiebstähle an belebten Orten oder Betrugsmaschen am Urlaubsort. Wer sich vorbereitet, senkt das Risiko deutlich und kann die freie Zeit entspannter genießen.

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Vorsicht bei der Urlaubsbuchung im Internet

Besonders bei Online-Angeboten ist Skepsis gefragt. Immer wieder locken sogenannte Fake-Shops mit scheinbar günstigen Preisen und verlangen Vorkasse – am Ende existiert die gebuchte Reise oder das angebotene Produkt nicht. Auch bei Flugreisen oder Ferienunterkünften sind solche Betrugsseiten keine Seltenheit.

Prüfen Sie deshalb Angebote sorgfältig, vergleichen Sie Preise und suchen Sie nach Erfahrungen anderer Kundinnen und Kunden. Auch Verbraucherzentralen können bei der Einordnung helfen. Zahlen Sie möglichst nicht per Vorkasse, sondern nutzen Sie sichere Zahlungsmethoden, etwa Kauf auf Rechnung. Von anonymen Zahlungsdiensten sollten Sie beim Online-Kauf Abstand nehmen.

Falls Sie bereits Geld überwiesen haben, ist schnelles Handeln wichtig: Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder den Zahlungsdienstleister und sichern Sie alle Unterlagen wie Bestellbestätigung, E-Mails oder Kaufvertrag. Bei Verdacht auf Betrug sollte außerdem Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Vor der Abreise das Zuhause unauffällig wirken lassen

Einbrecher achten darauf, ob Häuser und Wohnungen verlassen wirken. Deshalb sollte vor der Abreise alles so vorbereitet werden, dass Anwesenheit vorgetäuscht wird. Informieren Sie Angehörige oder Freunde über Ihre Reisedaten und bitten Sie Nachbarn, regelmäßig nach dem Haus zu sehen und den Briefkasten zu leeren.

Wichtig ist auch, in sozialen Netzwerken oder auf dem Anrufbeantworter keine Hinweise auf die eigene Abwesenheit zu hinterlassen. Kopien von Ausweisen, Karten und Tickets sollten getrennt im Reisegepäck aufbewahrt werden. Den Sperr-Notruf 116 116 sollte man griffbereit haben, um Karten bei Verlust schnell sperren zu können.

Grundsätzlich gilt: Einbruchschutz ist nicht nur in der Ferienzeit relevant. Wer Türen und Fenster dauerhaft gut sichert, schützt die eigenen vier Wände das ganze Jahr über.

Sicher unterwegs mit Auto, Wohnmobil, Bahn oder Flugzeug

Auch auf Reisen selbst ist Aufmerksamkeit wichtig. Beim kurzen Halt an Tankstellen, Rastplätzen oder Kreuzungen reichen wenige Sekunden, damit Wertsachen aus dem Fahrzeug gestohlen werden. Lassen Sie deshalb nichts Sichtbares im Auto zurück und nehmen Sie immer den Schlüssel mit, wenn Sie aussteigen. Fenster, Türen, Kofferraum und Schiebedach sollten konsequent verschlossen sein.

Versteckte Wertsachen sind oft keine sichere Lösung. Besser ist es, gar nichts Wertvolles im Fahrzeug zu lassen. Wer mit Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, sollte zusätzlich mechanische Sicherungen oder eine Alarmanlage nutzen. Fahrräder auf dem Träger gehören ebenfalls gesichert.

Bei Reisen mit Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff gilt: Gepäck und Wertsachen immer im Blick behalten. In Menschenmengen haben Taschendiebe leichtes Spiel. Ausweise, Tickets und Zahlungsmittel sollten nah am Körper und in verschlossenen Innentaschen getragen werden. Beim Flug ist es ratsam, nach der Landung direkt zum Gepäckband zu gehen.

Am Urlaubsort auf Wertsachen und Taschendiebe achten

Auch am Zielort ist Vorsicht angebracht. In Hotels, Ferienwohnungen, auf Campingplätzen oder an Stränden locken offene Taschen, unbeaufsichtigte Handys und Schmuckstücke Täter an. Legen Sie wichtige Dokumente und Zahlungsmittel am besten direkt in den Safe oder geben Sie sie bei der Unterkunft zur sicheren Verwahrung ab.

Lassen Sie Zimmer, Wohnwagen oder Ferienhaus stets verschlossen und tragen Sie Schlüssel nicht offen bei sich. Wer baden geht oder Ausflüge unternimmt, sollte seine Sachen niemals unbeaufsichtigt lassen. Gerade dort, wo sich viele Menschen drängen, arbeiten Taschendiebe oft im Team: Einer lenkt ab, ein anderer greift zu, ein dritter verschwindet mit der Beute.

Hilfreich ist es, nur so viel Bargeld mitzunehmen, wie tatsächlich benötigt wird, und Geld sowie Karten getrennt zu verstauen. Wer im Gedränge aufmerksam bleibt, macht es Dieben deutlich schwerer.

Wenn Geld, Karten oder Ausweise verschwinden

Im Ernstfall zählt jede Minute. Geht eine Karte verloren oder wird sie gestohlen, sollte sie sofort über den Sperr-Notruf 116 116 gesperrt werden. Aus dem Ausland ist dies auch unter +49-116 116 oder +49-30-40 50 40 50 möglich. Danach ist das kontoführende Kreditinstitut zu informieren.

Wird eine Debitkarte entwendet, reicht für manche Zahlungen eine Unterschrift aus. Deshalb sollte der Verlust zusätzlich der Polizei in Deutschland gemeldet werden, damit eine freiwillige KUNO-Sperrung veranlasst werden kann.

Betrugsmaschen im Urlaub erkennen

Am Urlaubsort treten Betrüger häufig mit scheinbar harmlosen Angeboten auf. Geldwechsel auf der Straße ist ebenso riskant wie der Kauf von Fahrkarten bei inoffiziellen Händlern. Auch bei Taxis, Ausflügen oder Führungen sollte der Preis vorher verbindlich feststehen.

Vorsicht ist zudem bei angeblichen Notlagen geboten. Häufig geben sich Täter als hilfsbedürftige Landsleute aus oder täuschen Unfälle und Pannen vor, um an Geld oder Wertsachen zu gelangen. Im Zweifel hilft der Verweis auf die deutsche Botschaft oder ein deutsches Konsulat. Offizielle Apotheken sind außerdem die richtige Adresse für Medikamente im Ausland.

Richtig reagieren bei Verdachtsmomenten

Wer zu Hause oder in der Nachbarschaft Verdächtiges beobachtet, sollte schnell handeln. Notieren Sie Kennzeichen, Personenbeschreibungen und auffällige Beobachtungen und informieren Sie Nachbarn sowie die Polizei. Bei Gefahr oder einem konkreten Verdacht ist der Notruf 110 die richtige Nummer.

Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass die Notrufe 110 und 112 grundsätzlich gebührenfrei sind. Beim Anruf mit dem Mobiltelefon wird eine gültige SIM-Karte benötigt, ein Vertrag oder Guthaben ist jedoch nicht erforderlich. Wer aufmerksam bleibt und einige einfache Regeln beachtet, kann seinen Urlaub deutlich sicherer verbringen.

Mehr Sicherheit beginnt mit guter Vorbereitung

Ob Online-Buchung, Autofahrt, Bahnhof oder Strand: Sicherheit sollte immer mit ins Reisegepäck. Die Hinweise der Polizei helfen dabei, Einbruch, Diebstahl und Betrug zu vermeiden – für einen Urlaub, der angenehm beginnt und ebenso entspannt endet.

Uwe Tschirner
Artikel von

Uwe Tschirner

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