Am Mittwoch, dem 17. Juni, 17.00 Uhr, lädt das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster im Rahmen der Veranstaltungsreihe rund um das Kleine Zittauer Fastentuch zu einem Vortrag mit der Sächsischen Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik ein. Unter dem Titel „Nicht nur aus der Luft – Sachsen archäologisch. Höhepunkte der Landesarchäologie“ gibt sie Einblicke in die aktuelle archäologische Arbeit im Freistaat und zeigt, wie vielfältig die Spuren der Vergangenheit sind. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Dr. Regina Smolnik stellt in ihrem Vortrag vor, wie archäologische Befunde gewonnen, ausgewertet und in größere historische Zusammenhänge eingeordnet werden. Dabei wird deutlich, dass Sachsens Geschichte in vielen Fällen nur noch durch archäologische Funde sichtbar wird. Besonders Luftbilder und Ausgrabungen ergänzen sich dabei zu einem anschaulichen Bild vergangener Siedlungs- und Lebensformen.
Die Landesarchäologin erläutert, welche Strukturen bei Grabungen zutage treten, wie sich aus einzelnen Befunden ganze Siedlungen rekonstruieren lassen und wie Archäologie Menschen, Orte und Entwicklungen der sächsischen Geschichte erfahrbar macht. Die „Höhepunkte der Landesarchäologie“ reichen von den ersten Siedlungen im 6. Jahrtausend vor Christus bis zu Gräbern der Neuzeit. Manche Fundorte beeindrucken durch ihre Größe, andere durch ihre scheinbar unscheinbaren Spuren – doch alle eröffnen einen direkten Blick in die Vergangenheit. Der Vortrag richtet sich an ein breites Publikum und vermittelt verständlich, warum archäologische Forschung für das historische Gedächtnis Sachsens so wichtig ist. Die Veranstaltung findet im Franziskanerkloster in Zittau statt.