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Vortrag über Gefangene in den sächsischen Außenlagern von Groß-Rosen im Franziskanerkloster Zittau

Vortrag über Gefangene in den sächsischen Außenlagern von Groß-Rosen im Franziskanerkloster Zittau
Foto: Städtische Museen Zittau
Von: Uwe Tschirner
Am 22. September spricht Renata Paluch im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster über die Schicksale von Gefangenen in den sächsischen Außenstellen des KZ Groß-Rosen. Der Vortrag verbindet historische Forschung mit persönlichen Zeugnisse aus Literatur und Kunst.

Ein Vortrag über Lagergeschichte und persönliche Zeugnisse

Am Dienstag, 22. September, um 17 Uhr lädt das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster zu einem Vortrag mit Renata Paluch ein. Unter dem Titel „Geschichten von Gefangenen hinter den Drähten der sächsischen Außenstellen des KZ Groß-Rosen“ gibt die Referentin einen Überblick über die Häftlingsgesellschaft der zwölf sächsischen Außenlager des Konzentrationslagers Groß-Rosen.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Schicksale von Menschen, die die Gewalt und den Alltag des nationalsozialistischen Lagersystems unmittelbar erfahren mussten. Anhand erhaltener Zeugenaussagen und Verhörprotokolle werden einzelne Lebenswege und Erfahrungen sichtbar gemacht.

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Erinnern durch Berichte, Literatur und Kunst

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends liegt auf persönlichen Zeugnissen, die in Literatur und Kunst überliefert sind. Diese Aufzeichnungen individueller Erfahrungen und Emotionen eröffnen einen besonderen Zugang zur Lagergeschichte, weil sie historische Fakten mit persönlichen Perspektiven verbinden.

Die Veranstaltung bietet zudem Anlass, über die Rolle von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Groß-Rosen in Sachsen nachzudenken. Damit richtet sich der Vortrag nicht nur an historisch Interessierte, sondern an alle, die sich mit Erinnerungskultur und den Folgen des Nationalsozialismus auseinandersetzen möchten.

Hintergrund zur Referentin

Renata Paluch ist Germanistin und Museumsfachfrau mit langjähriger Erfahrung in der Geschichtsvermittlung. Seit 2008 arbeitet sie am Museum Groß-Rosen in Rogoźnica und leitet dort die Bildungsabteilung. Ihre Schwerpunkte liegen in der Vermittlung von Wissen über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust.

Sie studierte Germanistik an der Universität Breslau und absolvierte anschließend ein postgraduales Studium der Museologie an der Jagiellonen-Universität. Internationale Programme wie das International Visitor Leadership Program in den USA und die Samuel-und-Edith-Fleischman-Sommerakademie in Oświęcim ergänzten ihren beruflichen Werdegang.

Hinweise zur Veranstaltung

Der Vortrag findet im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster statt. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Um Anmeldung wird gebeten unter museum@zittau.de oder telefonisch unter 03583-554790.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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