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Grenzkontrolle eskaliert - Beamter rettet sich mit Sprung über die Motorhaube

Polizeikontrolle
Symbolbild Bundespolizei / pixabay oberaichwald
Von: Uwe Tschirner
Nur zwei Tage nach einer großen Polizeiübung wird ein Beamter bei einer Verfolgungsjagd in Lückendorf lebensgefährlich attackiert.

Lückendorf/Zittauer Gebirge. Erst am 22. April trainierten Polizisten aus drei Ländern im Dreiländereck bei Zittau die grenzüberschreitende Nacheile – nur zwei Tage später mussten sie das Gelernte im Ernstfall anwenden. Am Freitagmittag wollten Beamte der "Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz" am Grenzübergang Lückendorf einen Pkw kontrollieren. Doch der Fahrer gab plötzlich Vollgas und raste gezielt auf einen vor dem Wagen stehenden Bundespolizisten zu.

Der 53-jährige Familienvater rettete sich in letzter Sekunde, indem er sich über die Motorhaube des durchbrechenden Fahrzeugs zur Seite abrollte. Seine Kollegen nahmen sofort die Verfolgung auf, verloren den Flüchtigen jedoch auf tschechischem Territorium. Der erfahrene Beamte blieb bei dem gefährlichen Angriff glücklicherweise unverletzt. Der unbekannte Täter nahm für seine Flucht keinerlei Rücksicht auf die Unversehrtheit des Polizisten.

Nun soll die internationale Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei die Identität des Flüchtigen klären. Gegen den Täter wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Auch der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr wird dem Flüchtigen zur Last gelegt.

Uwe Tschirner
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