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Erzähl mir doch mal Quaak! – Fröschen, Molchen und Co auf der Spur

Erzähl mir doch mal Quaak! – Fröschen, Molchen und Co auf der Spur
Foto: Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“
Von: Uwe Tschirner
Im Süden der Oberlausitz setzt das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge auf praktischen Amphibienschutz und Umweltbildung. Mit Zäunen, Aktionen und Projekten lernen Kinder, warum Frösche, Kröten und Molche Hilfe brauchen.

In der südlichen Oberlausitz gehen die Bestände vieler Amphibienarten seit Jahren zurück. Erdkröte, Kammmolch und Grasfrosch leiden unter dem Verlust und der Zerschneidung ihrer Lebensräume, unter Gewässerverschmutzung und den Folgen des Klimawandels. Das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge engagiert sich deshalb mit verschiedenen Maßnahmen für ihren Schutz. Ein wichtiger Bestandteil ist der jährliche Aufbau von rund sechs Kilometern Amphibienschutzzaun an 16 Standorten. Wenn Kröten, Frösche und Molche im Frühjahr zu ihren Laichgewässern wandern, überqueren sie dabei oft Straßen – mit lebensgefährlichen Folgen. Schon eine einzelne Überquerung kann lange dauern, und selbst bei langsamer Bewegung kann der Verkehr durch den Strömungsdruck ab etwa 30 km/h tödlich sein. Die Zäune verhindern, dass die Tiere eigenständig auf die Fahrbahn gelangen. Bei täglichen Kontrollen werden sie eingesammelt und sicher über die Straße getragen. Gleichzeitig lassen sich Arten, Anzahl und Entwicklung der Bestände dokumentieren.

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Im Jahr 2026 wurden so etwa 13.000 Amphibien über die Straße geholfen. Neben dem praktischen Schutz spielt auch Bildung eine zentrale Rolle. Im Projekt „Erzähl mir doch mal Quaak! – Fröschen, Molchen und Co auf der Spur“, das von 2025 bis 2028 im Rahmen der Richtlinie Natürliches Erbe gefördert wird, richtet sich das Naturschutzzentrum mit seiner Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit gezielt an Vorschul- und Grundschulkinder. Ziel ist es, Kinder früh für Amphibienschutz und den Wert ihrer Lebensräume zu sensibilisieren. Mit Puppentheater, Projekttagen, Exkursionen zu Amphibienschutzzäunen und Mitmachaktionen wie dem Bau von Totholz- und Steinhaufen werden ökologische Zusammenhänge anschaulich vermittelt. So erfahren die Teilnehmenden, wie Artenvielfalt funktioniert und dass sie selbst etwas zum Schutz von Fröschen, Kröten und Molchen beitragen können. Bereits 160 Kinder haben von Erdkröte Kröta und Grasfrosch Rani mehr über Amphibien gelernt. Einrichtungen mit Vorschulgruppen oder Grundschulklassen können sich beim Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge unter (03583) 512 512 oder per E-Mail an koordinierung@nsz-zittau.de melden. Für die kommenden Jahre ist außerdem eine begleitende Wanderausstellung geplant.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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