In der südlichen Oberlausitz gehen die Bestände vieler Amphibienarten seit Jahren zurück. Erdkröte, Kammmolch und Grasfrosch leiden unter dem Verlust und der Zerschneidung ihrer Lebensräume, unter Gewässerverschmutzung und den Folgen des Klimawandels. Das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge engagiert sich deshalb mit verschiedenen Maßnahmen für ihren Schutz. Ein wichtiger Bestandteil ist der jährliche Aufbau von rund sechs Kilometern Amphibienschutzzaun an 16 Standorten. Wenn Kröten, Frösche und Molche im Frühjahr zu ihren Laichgewässern wandern, überqueren sie dabei oft Straßen – mit lebensgefährlichen Folgen. Schon eine einzelne Überquerung kann lange dauern, und selbst bei langsamer Bewegung kann der Verkehr durch den Strömungsdruck ab etwa 30 km/h tödlich sein. Die Zäune verhindern, dass die Tiere eigenständig auf die Fahrbahn gelangen. Bei täglichen Kontrollen werden sie eingesammelt und sicher über die Straße getragen. Gleichzeitig lassen sich Arten, Anzahl und Entwicklung der Bestände dokumentieren.