Mit bloßen Händen suchen die Einsatzkräfte nach drei Vermissten in dem eingestürzten Gründerzeithaus im sächsischen Görlitz. «Jeder Stein, jedes Brett muss per Hand angehoben werden, um eventuelle Hohlräume, in denen sich Gas angesammelt haben könnte zu entdecken», sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr Görlitz, Sebastian Schramm.
Zwei Frauen und ein Mann vermisst
Das Haus war am frühen Montagabend eingestürzt. Vermisst werden noch zwei rumänische Touristinnen im Alter von 25 und 26 Jahren und ein Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von 48 Jahren, der sich aus beruflichen Gründen in Görlitz aufgehalten hatte. Zwei der ursprünglich fünf Vermissten waren kurz nach Mitternacht aufgetaucht - die beiden Feriengäste waren noch auf der Anreise.
Die genaue Ursache steht noch nicht fest. «Aber es sieht nach einer Gasexplosion aus», sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu. «Es war eine lange und herausfordernde Nacht. Die Lebensrettung steht an erster Stelle», betonte der CDU-Politiker. Insgesamt waren am Vortag 140 Einsatzkräfte am Unglücksort. Unterstützung komme von allen Seiten auch aus dem benachbarten Polen. Zudem seien Höhenrettern und auch Hundestaffeln im Einsatz.