Die Suche nach den Vermissten in dem eingestürzten Haus in Görlitz gleicht einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Einsatzkräfte sehen bei den möglicherweise drei Verschütteten eine Überlebenschance für bis zu 72 Stunden. Am Dienstagabend waren seit dem Einsturz mehr als 24 vergangen. «Wir sprechen immer noch von einer Vermisstensuche und nicht von einer Bergung», sagte ein Polizeisprecher. Von zwei Frauen und einem Mann fehlt weiter jegliches Lebenszeichen.
Einsatz spezieller Spürhunde
«Wir haben bisher noch niemanden gefunden», so die Leiterin der Feuerwehr in Görlitz, Anja Weigel am Dienstagabend. Bei der Suche nach den drei Vermissten nach dem Einsturz des Gründerzeithauses werden auch spezielle Spürhunde eingesetzt. «Die Hunde schlagen bei Lebenszeichen an, was sie gestern auch gemacht haben», erläuterte der Einsatzleiter der Feuerwehr Görlitz, Remo Kölzsch.
In der Nacht nach dem Einsturz und auch am Tag danach schlugen die Tiere mehrfach an. Dies lasse allerdings keine Rückschlüsse auf den Zustand der Vermissten zu, erklärte Weigel. «Die Anzahl der Stellen sagt nicht aus, wie viele Menschen da liegen.» Weil eine Explosion angenommen wird, müsse immer auch davon ausgegangen werden, dass einzelne Körperteile gefunden werden. Die Einsatzkräfte arbeiteten deshalb sehr vorsichtig, setzten ab Dienstag jedoch auch einen Bagger und einen Kran ein, um größere Trümmerteile zu bewegen.