16 Monate nach Beginn der Bauarbeiten liegt die Sanierung der Stadthalle Görlitz gut im Plan. Davon konnten sich Oberbürgermeister Octavian Ursu und sein Zgorzelecer Amtskollege Baranowski gemeinsam mit Vertretern des Fördervereins, der Stadthallenstiftung und des Tourismusvereins bei der ersten öffentlichen Baustellenführung am Mittwoch überzeugen. Die Orgel im Großen Saal ist vollständig ausgebaut, die historischen Säle sind entkernt, und der Rohbau für die modernen Neißesäle steht. Die Arbeiten liegen sowohl im Zeitplan als auch im Rahmen des Budgets.
Von 90 Leistungspaketen sind bereits 34 vergeben, mit einem Wert von rund 30 Millionen Euro – mehr als die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 50,7 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung hat bewusst viele kleinere Pakete geschnürt, damit regionale Firmen die Chance haben, sich an der Modernisierung zu beteiligen. „Es fließt viel Geld in die Region“, sagte Bürgermeister Benedikt M. Hummel.
Die Eröffnung der Stadthalle ist für den Jahreswechsel 2028/2029 geplant. Geschäftsführerin Maria Schulz von der Görlitzer Kulturservicegesellschaft freut sich auf die nun beginnende Bewerbungsphase: „Am besten spürbar wird der Wandel bei einem Gang durch den lichtdurchfluteten Anbau an der Neiße.“ Auch Eva Wittig von der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH unterstrich die Bedeutung der Halle für die tourismuswirtschaftliche Entwicklung.