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Alarmstufe Rot: Chefärzte kämpfen um ihr Klinikum

Klinikgespräch
Dr. Matthias Mengel (Ärztlicher Direktor) und weitere Chefärzte des KOB im Gespräch mit Bürgermeistern aus der Region, darunter Thomas Zenker (Zittau) und Steffen Ain (Ebersbach-Neugersdorf). Foto: Stadtverwaltung Zittau
Von: Uwe Tschirner
Aus Sorge um die Zukunft des Klinikums Oberlausitzer Bergland baten mehrere Chefärzte Bürgermeister zu einem spontanen Krisengespräch – ihr Positionspapier liest sich wie ein Weckruf.

Am Montagabend trafen sich mehrere Chefärzte des Klinikums Oberlausitzer Bergland in Zittau mit Bürgermeistern der Region zu einem spontanen Gespräch. Anlass war der bevorstehende Sonderkreistag am 29. April, der über einen Antrag der Fraktion BSW/Freie Wähler Zittau entscheiden soll. Die Fraktion fordert den Stopp der laufenden Umstrukturierung der KOB-Standorte Ebersbach und Zittau – ausgelöst durch ein Notfallgeschehen in Ebersbach am 10. Februar. Die Mediziner warnen in einem mehrseitigen Positionspapier vor den Folgen eines solchen Stopps.

„Aus unserer chefärztlichen Sicht ist eine Umkehrung oder weitere Verzögerung dieser Strukturmassnahmen wirtschaftlich nicht vertretbar, aus unterschiedlichen Gründen schlicht unrealistisch und würde in letzter Konsequenz das Ende des gesamten Klinikums bedeuten.“, heißt es darin. Die Chefärzte überreichten den Kommunalpolitikern das Papier mit der Bitte um Verbreitung. Sie argumentieren mit akutem Personalmangel, rückläufigen Patientenzahlen und einer zunehmend dramatischen wirtschaftlichen Schieflage. Zudem stünden ab 2027 verschärfte gesetzliche Anforderungen an, die an zwei vollwertigen Standorten nicht gleichzeitig erfüllt werden könnten.

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Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker zeigte sich dankbar für die Wortmeldung der Mediziner, und sein Kollege Steffen Ain aus Ebersbach-Neugersdorf forderte vor allem Klarheit über die Absicherung der Notaufnahme: „Die Umstrukturierung darf nicht gefährdet werden, aber natürlich wollen die Leute wissen, was im Ernstfall passiert.“

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Uwe Tschirner

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