Europride 2029 kommt nach Dresden
Mit der Europride kommt 2029 eines der größten europäischen Events für die Rechte queerer Menschen nach Dresden. Die Bewerbung aus der sächsischen Landeshauptstadt konnte sich am Samstag bei der Jahreshauptversammlung der European Pride Organisers Association in Magdeburg durchsetzen, wie der CSD Dresden mitteilte. Nach 25 Jahren kommt die Europride damit erstmals wieder nach Deutschland. Unter dem Motto «Turn Walls into Bridges» (Mauern in Brücken verwandeln) sollen 2029 in Dresden Sichtbarkeit, Menschenrechte und der Austausch über gesellschaftliche und politische Grenzen hinweg im Mittelpunkt stehen. «Das ist für uns mehr als der Zuschlag für ein großes Event», sagte Ronald Zenker, Vorstandssprecher des CSD Dresden, laut Mitteilung. «Wir wollen zeigen, was möglich ist, wenn eine Community nicht nur Mauern beschreibt, sondern Brücken baut. Zwischen Ost und West. Zwischen unterschiedlichen Erfahrungen. Zwischen Dresden und Europa.» Die Queerbeauftragte der Bundesregierung und sächsische Landtagsabgeordnete, Sophie Koch (SPD), sprach von einem starken Zeichen aus Sachsen. «Gerade jetzt brauchen wir diese Sichtbarkeit», sagte sie. Die Europride könne der queeren Community in Sachsen und ganz Ostdeutschland Mut machen. Die Europride wird seit 1992 in wechselnden europäischen Städten ausgerichtet. In Deutschland fand sie bislang in Berlin, Köln und zuletzt 2004 in Hamburg statt. Zum Programm gehören neben einer Demonstration politische und kulturelle Veranstaltungen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenCSD Dresden will Brücken bauen
Queerbeauftragte: Starkes Zeichen aus Sachsen