Nach einem milden Winter sind Sachsens Imker gut ins Frühjahr gekommen. «Das Wetter und die Bienenvölker entwickeln sich in diesem Jahr im Einklang», sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Imker, Michael Hardt, in Niederfrohna. Tagsüber sei es ausreichend warm, sodass die Tiere auf Nahrungssuche gehen könnten. Die Kühle der Nacht und kältere Witterungsabschnitte sorgten dafür, dass die Vegetation immer wieder eine Pause einlege. «Die Völker können sich so gut entwickeln.» Nach der Krokusweide und der Kirschblüte warten die Imker nach Angaben von Hardt jetzt auf die Apfelblüte und den Raps.
Im vergangenen Jahr hätten die Bienen hingegen wegen der lang anhaltenden Kälte die Brut eingestellt, sagte Hardt. Und dann habe plötzlich die große Hitze eingesetzt.
Die meisten Bienenvölker seien gut durch den Winter gekommen. Allerdings sei ihm auch ein Fall aus Wurzen bekannt, bei dem einem Imker 25 von 30 Völkern verloren gingen. Die Ursache sei ihm nicht bekannt. «Das ist ein Einzelfall.» Viele Verluste würden durch die Varroa-Milbe verursacht. Diese könne die Bienen schwächen und schädigen, indem sie ihnen Blut entziehen oder Viren übertragen.