Das ostdeutsche Traditionsunternehmen Piko profitiert von der Lust an Modelleisenbahnen in der Corona-Pandemie. Der Markt für die kleinen Bahnen und das Zubehör habe sich im vergangenen Jahr erneut positiv entwickelt, sagte der geschäftsführende Gesellschafter der PIKO Spielwaren GmbH, René Wilfer, am Donnerstag am Firmensitz im südthüringischen Sonneberg. Dieser Trend zeige sich in der Umsatzentwicklung von Piko mit einem Plus von 12,3 Prozent im Vergleich zu 2020.
Neben erfahrenen Modelleisenbahnern, die ihre Anlagen ergänzten oder ausbauten, habe es erneut auch viele Neueinsteiger in das Hobby mit den kleinen Loks und Wagen gegeben. Und das nicht nur in Deutschland. Der Absatz im Ausland sei um 19,5 im Vergleich zu 2020 gestiegen. Besonders in den USA, Polen, Russland, den Niederlanden sowie Österreich seien viele der kleinen Bahnen samt Schienen und anderem Zubehör verkauft worden.
In den vergangenen fünf Jahren hat der Sonneberger Spielzeughersteller nach eigenen Angaben den Umsatz um insgesamt 74,5 Prozent verbessert und sei seinem Ziel, zweitgrößter Modellbahnhersteller auf dem kontinentaleuropäischen Markt zu werden, näher gekommen. Piko gibt traditionell keine absoluten Zahlen zu Umsatz und dem erwirtschafteten Gewinn bekannt.