Etwa alle 90 Minuten sollten wir uns eine Auszeit von ein paar Minuten gönnen, alle vier Stunden eine längere Pause einlegen – so lautet die Empfehlung von Stressforschern. Der regelmäßige Break tut laut verschiedener Studien unserem Wohlbefinden gut, hält die Konzentration hoch, verringert Fehler und sorgt für frische Kreativität.
„Fika“ sorgt für Glücksgefühle
Der Plausch mit den Kollegen in der Teeküche, den viele im Homeoffice so schmerzlich vermissen, beschert echte Glücksgefühle. Und bringt Vorteile auch für die Arbeitgeber mit sich: Denn wache und glückliche Mitarbeiter sind unterm Strich produktiver und fleißiger als gestresste. Im Eurojackpot-Land Schweden weiß man um dieses Erfolgsgeheimnis für den Arbeitsplatz schon lange – und hat daraus gleich eine feste Institution gemacht. „Fika“ bedeutet in schwedischen Büros viel mehr als eine kleine Kaffeepause.
Hier zählen Pausen zur Arbeitszeit
Die Pause zwischendurch ist in Schweden förmlich heilig, alle kommen gemeinsam auf einen Kaffee oder Tee zusammen, dazu gibt es süße Teilchen. Geklönt wird über Privates und Lustiges, auch der Chef ist dabei gerne gesehen. Praktischer Nebeneffekt: So kann er ausschließen, dass mal wieder über ihn gelästert wird... Erstaunlich: Fika zählt zur tariflichen Arbeitszeit und wurde als festes Pausenritual schon vor Jahren mit den Gewerkschaften vereinbart. 20 Minuten am Vormittag, 20 Minuten am Nachmittag – so viel Muße muss sein, zusätzlich zur Mittagspause, versteht sich.