Wenn die Elbe steigt: Dresden probt den Ernstfall mit 20 Meter langen Stahltoren
Dresden. Am Sonntag, 20. September, testet die Stadt ihren mobilen Hochwasserschutz. Zwischen 6 und 14 Uhr baut der Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen (ZTD) die Flutschutztore am Ostra-Ufer und an der Weißeritzstraße probeweise auf. Für Autofahrer bedeutet das eine voll gesperrte Kreuzung, wer dort unterwegs ist, sollte mehr Zeit einplanen.
Diese Kreuzung ist gesperrt
Gesperrt wird die Kreuzung Ostra-Ufer, Weißeritzstraße und Pieschener Allee. Die Umleitung führt über Magdeburger Straße, Kleine Packhofstraße, Ostra-Allee und Maxstraße und ist ausgeschildert. Das Ostragehege ist während der Sperrung nur über die Schlachthofstraße erreichbar, eine Zufahrt ins Zentrum über die Pieschener Allee ist nicht möglich. Die Vorbereitungen beginnen gegen 6 Uhr, das erste Tor könnte je nach Ablauf ab etwa 8 Uhr ausfahren. Einen genauen Zeitpunkt nennt die Stadt wegen der nötigen Wartungs- und Kontrollarbeiten nicht.
Warum sich der Probeaufbau lohnt
Der Test ist mehr als Routine. Die Anlagen werden gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung und der Unteren Wasserbehörde kontrolliert, gereinigt, gewartet und bei Bedarf repariert. Zugleich üben die Mitarbeiter des ZTD den Ernstfall, damit die Tore im Hochwasser schnell und fachgerecht schließen.
Die Dimensionen sind beachtlich: Die Stahltore sind etwa 20 Meter lang, zwei bis drei Meter hoch und rund 20 Tonnen schwer. Im Ruhezustand stecken sie in geschlossenen Kammern aus Stahlbeton, bei Gefahr fahren sie auf Laufschienen unter der Fahrbahn aus und werden in ein Gegenlager eingefahren. Angetrieben werden sie in der Regel elektrisch, im Notfall geht es auch manuell. Geschlossen wird im Ernstfall das Tor an der Weißeritzstraße bei einem Pegel von etwa 6,10 Metern, das am Ostra-Ufer bei rund 7,00 Metern.