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Was Radler in Dresden bald auf dem Elberadweg entdecken können

Karla Kallauch, Juliane Mostertz und Jule Thöming (v.l.n.r.) schneiden ein Band für das neue Elberadweg-Projekt in Dresden durch. Links steht ein ADFC-Lastenrad, im Hintergrund das Sächsische Finanzministerium bei blauem Himmel.
Startschuss am Elberadweg: Karla Kallauch, Juliane Mostertz und Jule Thöming (v. l. n. r.) weihen die neuen Bodenpiktogramme in Dresden ein. Die Markierungen sollen Radfahrenden die Orientierung erleichtern. Foto: ADFC Dresden
Von: Cornelius de Haas
Wer in Dresden am Elberadweg entlangrollt, wird schon bald neue Wegweiser finden - nicht auf Schildern, sondern direkt unter den Reifen. Das erste Piktogramm entstand dort, wo bis vor Kurzem die Carolabrücke stand.

Dresden. Es sind unscheinbare Zeichen, aber sie sollen viel bewirken: Mit einer symbolischen Erstüberfahrt am Terrassenufer haben der ADFC Dresden, die Dresden Marketing GmbH und die Koordinierungsstelle Elberadweg Süd am Mittwoch ein gemeinsames Projekt gestartet, das Radfahrenden im Stadtgebiet künftig die Orientierung erleichtern soll. Neue Piktogramme markieren dabei direkt auf dem Weg, wo es langgeht.

Das allererste dieser Zeichen prangt seit heute auf Höhe der ehemaligen Carolabrücke - ein Standort mit Symbolkraft. In den kommenden Monaten kommen 19 weitere hinzu, aufgebracht von Ehrenamtlichen des ADFC an ausgewählten Stellen entlang der Route.

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Weniger Gerangel zwischen Rad und Fuß

Hinter der schlichten Idee steckt ein praktischer Gedanke. Der Dresdner Abschnitt zählt zu den meistbefahrenen des gesamten Elberadwegs, und wo sich Radler und Fußgänger denselben Raum teilen, wird es an unübersichtlichen Stellen schnell eng. Die Markierungen zeigen allen Beteiligten, welche Spur für wen gedacht ist - und sollen so Konflikte entschärfen, bevor sie entstehen.

Ein Mann und eine Frau fahren auf Fahrrädern mit Helmen den Elberadweg entlang. Auf dem Asphalt vor ihnen befindet sich ein blaues Piktogramm mit der Aufschrift Labe Elbe und dem Hashtag VisitDresden.
Mehr Durchblick im Radverkehr: Die neuen Markierungen wie hier nahe der eingestürzten Carolabrücke weisen Einheimischen und Touristen den Weg und sollen zudem für weniger Konflikte mit Fußgängern sorgen. Foto: Juliane Mostertz/FOTOGRAFISCH

Vor allem ortsfremde Radreisende dürften profitieren. Wer Dresden nicht kennt, muss sich bislang an Uferkanten und Kreuzungen orientieren; die neuen Zeichen führen künftig unmissverständlich weiter. „Gerade an stark frequentierten Abschnitten helfen klare Markierungen dabei, die Wegeführung verständlich zu machen", sagt Juliane Mostertz, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden - und verweist darauf, dass das Projekt allein durch das Engagement der Ehrenamtlichen und Partner möglich wird.

Ein bewährtes Rezept kommt nach Dresden

Neu ist die Idee anderswo längst nicht: In Teilen Tschechiens, in Sachsen-Anhalt und zuletzt in Riesa haben sich die aufgemalten Wegweiser bereits bewährt. Dass sie nun auch in Dresden Einzug halten, werten die Beteiligten als Qualitätsgewinn für eine der wichtigsten Radrouten Deutschlands - als Nächstes soll die Sächsische Schweiz folgen.

Nahaufnahme eines auf den Asphalt gemalten blauen Rechtecks mit dem weißen Schriftzug Labe Elbe, einem geschwungenen E-Logo und dem Hashtag VisitDresden.
Unübersehbarer Wegweiser: Insgesamt 20 dieser blauen Piktogramme werden von Ehrenamtlichen des ADFC auf dem Dresdner Stadtgebiet aufgebracht, um Radreisenden das Navigieren zu erleichtern. Foto: Juliane Mostertz/FOTOGRAFISCHAn der Standortanalyse hatten die drei Partner seit Oktober 2025 gearbeitet; die Kosten trägt die Dresden Marketing GmbH, die Arbeit vor Ort übernehmen die Ehrenamtlichen. Ein kleiner Gruß ist übrigens auch dabei: Der Schriftzug „#VisitDresden" begrüßt die Gäste direkt auf dem Asphalt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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