Waldbrandgefahr, Mülltonnen-Serie, Hecke und Laube: Feuerwehr Dresden weiter im Dauereinsatz
Dresden. Die anhaltende Trockenheit macht Dresden zur Zunderbüchse. Derzeit gilt Waldbrandgefahrenstufe 4 – bereits kleinste Zündquellen können Brände auslösen. Wie real die Gefahr ist, zeigte ein Waldbrand auf tschechischer Seite in der Böhmischen Schweiz, dessen Rauchentwicklung in der Dresdner Leitstelle mehrere Notrufe auslöste. Eine Gefährdung für Dresden bestand nicht – die Nervosität aber zeigt die Lage.
Die Feuerwehr appelliert: Waldgebiete meiden, Hauptwege nicht verlassen, striktes Rauchverbot im Wald und im 100-Meter-Umkreis, kein Grillen – auch nicht auf ausgewiesenen Plätzen. Weitere Infos unter dresden.de/feuerwehr
Neustadt: Mülltonnenbrand-Serie geht weiter
Die Brandserie in der Dresdner Neustadt reißt nicht ab. In der Nacht zum Samstag (2. Mai) brannten erneut mehrere Müllbehälter: Gegen 22:28 Uhr standen zwei große Container auf dem Alaunplatz in Flammen, kurz nach Mitternacht folgten drei weitere im Alaunpark und ein weiterer am Bischofsweg. Verletzte gab es nicht, die Polizei ermittelt zur Brandursache.
Heckenbrand bedroht Gartenlaube in Dobritz
Am Samstagvormittag (2. Mai, 8:52 Uhr) brannte im Kleingartenverein am Moränenende in Dobritz eine rund fünf Quadratmeter große Hecke – die Flammen drohten auf eine benachbarte Laube überzugreifen. 35 Einsatzkräfte verhinderten das Schlimmste, eine Wärmebildkamera sicherte den Nachlöscheinsatz ab. Niemand wurde verletzt.
Rettungsaktion im Panometer
Ungewöhnlicher Einsatz am Samstagmittag (2. Mai, 11:53 Uhr): Im Panometer an der Gasanstaltstraße musste eine Frau von der Aussichtsplattform im zweiten Obergeschoss gerettet werden. Da sie liegend transportiert werden musste, rückte die Feuerwehr zur Unterstützung an – die Patientin wurde in eine Schaufeltrage umgelagert und die Treppe hinuntergetragen. Anschließend kam sie in eine Klinik.
Gartenlaube in Nickern ausgebrannt
In der Nacht zu Sonntag (3. Mai, 1:38 Uhr) stand in einer Kleingartenanlage an der Fritz-Meinhardt-Straße in Nickern eine Gartenlaube in Vollbrand. Da zunächst unklar war, ob noch Personen in der Laube waren, verschaffte sich ein Atemschutztrupp Zugang – ohne Befund. 31 Einsatzkräfte bekämpften den Brand, der Grund ist noch ungeklärt. Verletzte gab es nicht.
Bilanz der vergangenen 24 Stunden: Der Rettungsdienst wurde 246-mal alarmiert, 67-mal war ein Notarzt nötig, der Rettungshubschrauber fünfmal im Einsatz.