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Von Fußball bis Gedenken: So macht Dresden mobil gegen Rassismus

Von Fußball bis Gedenken: So macht Dresden mobil gegen Rassismus
Symbolbild diversity hands / pixabay truthseeker08
Von: Dresden News

Fußball, Kunst, offene Gespräche und ein stilles Gedenken – Dresden macht in den kommenden Wochen deutlich, dass der Kampf gegen Rassismus keine abstrakte politische Forderung ist, sondern im Alltag der Stadt beginnt. Vom 16. März bis zum 6. April 2026 beteiligt sich die Landeshauptstadt an den Internationalen Wochen gegen Rassismus und lädt alle Dresdnerinnen und Dresdner ein, gemeinsam ein Zeichen für Respekt, Vielfalt und die Unantastbarkeit der Menschenwürde zu setzen.

Zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen und städtische Einrichtungen haben dafür ein breites Programm auf die Beine gestellt. Koordiniert werden die Aktivitäten vom Amt für Stadtstrategie, Internationales und Bürgerschaft. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hatte – wie bereits in den Vorjahren – Vereine, Organisationen und Einrichtungen der Stadt ausdrücklich dazu aufgerufen, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen. Das vollständige und laufend aktualisierte Programm ist unter www.dresden.de/iwgr abrufbar.

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Warum diese Wochen wichtig sind

Rassistische Ideologien und Diskriminierung gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schwächen die Demokratie. Die Aktionswochen sollen diskriminierende Strukturen sichtbar machen, für das Thema sensibilisieren und Räume für Begegnung und Austausch schaffen – Räume, in denen Vielfalt nicht als Ausnahme, sondern als gelebte gesellschaftliche Realität erfahrbar wird. Dresden beteiligt sich bereits seit 2016 an der bundesweiten Veranstaltungsreihe, die von der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus koordiniert wird. Den Hintergrund bildet der 21. März, den die Vereinten Nationen 1966 als Internationalen Tag gegen Rassismus ausgerufen haben – seither finden rund um dieses Datum in vielen Ländern jährliche Aktionswochen statt.

Ausgewählte Veranstaltungen im Überblick

Den Auftakt begleitet noch bis zum 2. April 2026 die Ausstellung „Da Sein – was uns Menschen bewegt" von Joachim Schulz, organisiert von den Städtischen Bibliotheken Dresden. Sie ist montags bis samstags von 10 bis 19 Uhr im Foyer des zweiten Obergeschosses im Kulturpalast zu sehen.

Am Eröffnungsabend, dem 16. März um 19 Uhr, lädt der Verein Willkommen in Löbtau e. V. zum Gesprächsabend „Löbtau talks about diversity" ein. Im Stadtteilladen Löbtop in der Gohliser Straße 1 dreht sich alles um Respekt und friedliches Zusammenleben.

Am 21. März – dem Internationalen Tag gegen Rassismus selbst – findet von 10.30 bis 19 Uhr das 9. Interkulturelle Fußballturnier für Jugendliche und junge Erwachsene in der Sporthalle Karl-Laux-Straße 5 statt. Veranstaltet vom VSP e. V. gemeinsam mit dem Netzwerk PROHLIS IST BUNT und dem Jugendmigrationsdienst im Quartier, steht das Turnier ganz im Zeichen von Fair Play. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.vsp-dresden.org.

Am 30. März verwandelt sich das Montagscafé im Kleinen Haus des Staatsschauspiels (Glacisstraße 28) von 18 bis 22 Uhr in eine Bühne für Stimmen, die oft zu wenig gehört werden: Unter dem Motto „Speak loud" präsentieren regionale Radiojournalistinnen und -journalisten sowie Gäste ihre Arbeit für migrantische Selbstartikulation in Sachsen.

Den Abschluss bildet am 6. April von 17 bis 18.30 Uhr eine Gedenkkundgebung für Jorge Gomondai auf dem nach ihm benannten Platz in Dresden-Neustadt. Organisiert vom Initiativkreis „Gedenken. Erinnern. Mahnen.", erinnert die Veranstaltung an den mosambikanischen Vertragsarbeiter, der 1991 in Dresden Opfer eines rassistischen Angriffs wurde.

Alle Informationen sowie das vollständige Programm sind hier zu finden.

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