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Vom Schleppkahn bis zur Ostmoderne: Dresden öffnet sonst verschlossene Türen

Ein historischer Elbeschleppkahn liegt am Kai eines Hafens. Dahinter steht ein großer, blau-roter Gantry-Kran. Am Kai Güterwagen und ein graues Industriegebäude unter klarem blauem Himmel. Ruhiges Wasser spiegelt den Kahn.
Am 13. September öffnet Dresden 80 Denkmale. Ein Highlight: Der Elbeschleppkahn Waltraut im Alberthafen. Hier gibt es kostenlose Kahnführungen und Hafenrundfahrten. Hafenkran und Güterwagen passen perfekt zum Motto „NetzWERKE". Foto: SHV
Von: Cornelius de Haas
Ein frischer Blick ins Römische Bad, Abenteuer auf dem Elbeschleppkahn und ein Konzert auf dem Eliasfriedhof: Am kommenden Sonntag schenkt die Stadt ihren Bürgern freien Zugang zu 80 historischen Schätzen. Welche drei Highlights Sie unbedingt ansteuern sollten.

Dresden. Zum Tag des offenen Denkmals öffnen am Sonntag, 13. September, in Dresden 80 Denkmale ihre Türen, alle bei freiem Eintritt. Das bundesweite Motto lautet in diesem Jahr „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur". Viele Häuser sind ganztägig zugänglich, einige nur zu bestimmten Führungen, für manche Veranstaltungen ist eine Anmeldung nötig.

Die Bandbreite ist groß: Schlösser, Villen und Wohnhäuser gehören dazu, ebenso Lastkähne und Eisenbahndepots, Mühlen und Bahnhöfe, Kirchen, Friedhöfe, Theater und das Neue Rathaus. Erstmals ist das detaillierte Programm zu allen 80 Denkmalen online unter dresden.de/denkmaltag zu finden. Zur Orientierung gibt es zusätzlich ein Faltblatt, den Themenstadtplan und die App der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, in der viele der Dresdner Denkmale verzeichnet sind.

„Kein anderer Tag erreicht bundesweit so viele Menschen und schafft einen vergleichbaren Zugang zu unserer gebauten Umwelt", sagt Daniel Reich, Leiter der Abteilung Denkmalschutz und Denkmalpflege. Der Blick richte sich dabei nicht nur auf das, was man bewahren wolle, sondern bewusst auch nach vorn, auf die Frage, wie sich Denkmale zukunftsfähig nutzen lassen.

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Drei Höhepunkte im Programm

Im Alberthafen in Friedrichstadt lässt sich der Elbeschleppkahn Waltraut erkunden. Dort gibt es ganztägig Kahnführungen, Hafenrundfahrten mit dem Kleinbus sowie Spiel und Sport für Familien.

Der längst geschlossene Eliasfriedhof gilt als kulturhistorisch bedeutendster Friedhof der Stadt. Besucher können ihn bei Führungen erkunden, bei Kaffee und Kuchen verweilen und um 13 Uhr ein Posaunenkonzert erleben.

Im Römischen Bad im Park von Schloss Albrechtsberg sind die ersten Sanierungsarbeiten abgeschlossen, unter anderem wurde der kleine Tempel am Wasserbecken wiederhergerichtet. Von 10 bis 18 Uhr gibt es stündlich Führungen über die Baustelle.

Eine Million Euro für den zweiten Bauabschnitt gesucht

Am Römischen Bad hängt zugleich eine offene Frage. Für Fördermittel zum zweiten Bauabschnitt muss die Stadt rund eine Million Euro an Eigenmitteln aufbringen, dafür werden derzeit Spenden gesammelt. Weitere Angebote reichen von Führungen und Vorträgen über Konzerte und Lesungen bis zu archäologischen Einblicken in Prohlis und einer Feier zum Erhalt der Ostmoderne in der Neuen Mensa.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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